ABZ-Ratgeber - Kassensysteme

Die Cents einfach mal stecken lassen

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Bei Bäckereien steht das bargeldlose Bezahlen auf dem Plan“, sagt ein Steuerberater: „Die Entwicklung ist rasant, wichtig und gut, und der Kunde fordert es, besonders an gastronomischen Standorten.“ Zehn Prozent des Umsatzes in Bäckereien werden bargeldlos gemacht. Ein großes Plus der bargeldlosen Bezahlung: Mit der EC oder Kreditkarte in der Hand lässt sich der Kunde schneller zu Spontankäufen hinreißen. „Am Anfang wiesen bargeldlose Bons bis zu 50 Prozent höhere Beträge auf. Das relativiert sich allerdings“, sagt der Berater. Das Diebstahlrisiko und die Gefahr, Falschgeld einzunehmen, sinken, ebenso wie die Hygieneprobleme mit Bargeld. „Bargeld ist teuer. So müssen wir weniger zur Bank tragen“, sagt der Mitarbeiter einer Bäckerei in Neustadt. Im Zuge der Fusion mit einer anderen Bäckerei musste er für seine Filialen, die er in den gemeinsamen Betrieb einbrachte, neue Kassen anschaffen – bargeldlose Bezahlmöglichkeit inklusive.

 

Jüngere Kunden bevorzugen die Kreditkarte

 „Auch immer mehr ältere Kunden zahlen heutzutage per Karte. Eine neue Entwicklung“, sagt der Bäckermeister. Bei denen ist es meistens die EC-Karte, aber die jüngere Klientel bevorzugt häufig die Kreditkarte. Deshalb bietet er auch beide Möglichkeiten. Die Filialen der Bäckerei liegen in einer Urlaubsregion in der Nähe oder an der Ostsee. Auch für die Touristen sei die Bezahlung per Kreditkarte ein attraktives Angebot. Auf der einen Seite wird das Bargeld-Handling immer teurer, auf der anderen Seite sinken die Transaktionskosten für Kartenzahlungen, begünstigt durch gesetzlich gedeckelte Erwerbsgebühren sowie niedrigere Autorisierungsentgelte. Das geht aus einer Studie des EHI hervor, dem Forschungs- und Bildungsinstitut für den Handel und seine Partner. Laut EHI zahlen im Mittel Händler zurzeit 0,185 Prozent des Girocard-Umsatzes für die Girocard- Akzeptanz, zuzüglich überschaubarer Netzbetreibergebühren zwischen 0,11 und 0,65 Prozent vom Umsatz. „Ein Fehler wäre es, einen Mindestbetrag festzulegen, ab dem man Kartenzahlungen akzeptiert“, sagt ein Geschäftsführer eines Kassensystemanbieters.

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Zu Beginn der digitalen Bezahlmöglichkeiten, als teils hohe Gebühren pro Transaktion erhoben wurden, war das üblich. Heute würden Gebühren mit geringen prozentualen Abrechnungssätzen erhoben, sodass sich Kartenzahlungen auch bei kleinen Beträgen rechneten. „Immer mehr unserer Bäcker rüsten sich aktuell mit Kartenterminals aus“, sagt ein Mitarbeiter eines Kassensystemanbieters. „Für sie interessant sind dabei vor allem kontaktlose Bezahlverfahren bis 25 Euro ohne PIN.“

 

Zahl der Transaktionen mehr als verdoppelt

 Bäcker, die bereits im Jahr 2018 Mobile Payment eingesetzt haben, konnten die Anzahl der Transkationen im gleichen Zeitraum 2019 mehr als verdoppeln, ist die Erkenntnis von genanntem Mitarbeiter. „Mobile Payment“ ist relativ neu, aber auf dem Weg. „GooglePay ist mit immer mehr Banken möglich. Für ApplePay öffnen sich sogar mittlerweile die Sparkassen und Volksbanken. Bei GooglePay werden diese Banken nicht eingebunden, da es für Android eigene Lösungen gibt. Außerdem schreitet der Einsatz von Wearables (Smartwatch) immer weiter voran“, teilt ein Kassenhändler mit.

 

Mini Kasse für Verkaufswagen und Marktstand

Exakte Verbuchung von Gutscheinen

 „Die Kasse kann alles machen, was wir brauchen und kaufen“, sagt ein Kassenhersteller salopp. Er biete eine große Palette an Modulen. „Zum Beispiel ein Kundenkartensystem und Gutscheinkarten. Bei Gutscheinen, die man per Hand ausstellt, steht man mit einem Bein im Gefängnis. Jetzt wird alles genau verbucht und auch die Einlösung registriert. Und die Kundendaten kann ich auch nutzen“, sagt er. Bald wird er den Umsatz per Handy abfragen können, Reparaturlisten und anderes können dann von den Filialen direkt an die Zentrale geschickt werden. Auch bei der Mitarbeiterkommunikation soll sein neues System künftig helfen. Zum Beispiel könnte man über die digitale Kasse die Filialen darüber informieren, dass ein Brot ohne Salz ausgeliefert wurde. Dann lässt man sich bestätigen, dass das Produkt aus den Regalen genommen wurde.

Die moderne Kasse ist eine gesicherte Informationsquelle, über die das Filialpersonal kompetent und stark die Kunden berät
Kassenhersteller

Vieles ist möglich: So zeigen Produktinformationen alle Inhaltsstoffe und Allergene an und können für den Kunden auf den Bon gedruckt werden.

 

Von der Zeiterfassung bis zum Rundschreiben

Der Artikelverkauf wird überwacht, Artikel werden mit einer speziellen Software automatisch als Sonderangebote auf digitalen Preistafeln oder Preisschildern beworben. Personalarbeits- und Pausenzeiten werden an die zentrale Zeiterfassung geliefert, und Rundschreiben informieren über Aktionen. Die Zentrale kann auch Informationen online an der Kasse hinterlegen, wie Fotos für die korrekte Snack-Belegung, Schichtpläne, Onlineschulungen zur Hygiene oder Verfahrensdokumentationen.

 

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Bestellungen für Ostern nach Weihnachten annehmen

Moderne Kassen halten das Feiertagssortiment für Weihnachten oder Ostern frühzeitig bereit, so dass Kundenvorbestellungen weit vor dem Feiertag möglich sind. Bestelleingaben werden unterstützt, Wetterprognosen und Abverkäufe angezeigt. Für Filialtätigkeiten im Hintergrund ist eine moderne Kassenlösung mobil auf Tablet einsetzbar und erlaubt den Einsatz einer mobilen Sprachassistenz via Headset. Ebenso werden Be- und Entlastungen bei Personalverzehr, Bestand und Inventuren von Handelswaren oder Retouren verbucht.

 

Flexibilität als Merkmal einer guten App

 „Jeder Bäcker, der diese Prozesse zwischen Filiale und Zentrale vollständig und digital lebt, weiß, wo jedes eingesetzte Brötchen, jede Käsescheibe oder jede Kaffeebohne geblieben ist“, heißt es bei einem Kassenhersteller. Als ein „umfassendes Werkzeug für die Filialkommunikation“ bezeichnet der Geschäftsführer eines System- und Softwarehauses eine von ihm vertriebene Bäckerei-App. „Das Potenzial der Bäckerei-App zeigt sich in erster Linie in der Flexibilität und Vielfältigkeit, mit der dem Benutzer wertvolle Informationen zum schnellen Agieren zur Verfügung gestellt werden.“

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Experte rät von WhatsApp ab

 

 So ist es möglich, eigene Formulare für die Abarbeitung von Checklisten einzurichten. Produktbeschreibungen, Anweisungen für Warenpräsentation, Kleidungsordnung und vieles mehr können an die Filialen weitergegeben werden. „In Zeiten von Social Media, Smartphone und Co. sind Mitarbeiter digitalen Kommunikationslösungen gegenüber sehr aufgeschlossen. WhatsApp für die interne Kommunikation zu nutzen, ist unter anderem aus Sicherheitsgründen nicht ratsam“, sagt der Geschäftsführer eines Softwareentwicklers. Deshalb habe die Firma eine Lösung entsprechend den Anforderungen von Bäckereien entwickelt. Ein Mitarbeiter eines Kassensystemanbieters sieht beim Einsatz von EDV-Lösungen für die Überwachung und Kontrolle von Hygienevorgaben viele Vorteile: Digitale Checklisten könnten bereitgestellt werden, Aufgabenübersichten und Dokumentationen ebenso. Außerdem werde ein optimiertes Zeitmanagement durch individuelle Zeitpläne und automatisierte Erinnerungen möglich.

Praxistipps:

Es empfiehlt sich, das Kartengerät – am besten mit Schwanenhals – vor der Kasse, alternativ auf der Theke, aber nie dahinter aufzustellen. Der Kunde muss gleich sehen, dass er bargeldlos bezahlen kann.

Auch wenn in einer Filiale mehrere Kassen mit nur einem Terminal genutzt werden könnten, ist es besser, pro Kasse ein Terminal zu nehmen.

EC- und Kreditkartenfähigkeit sind beide wichtig, die Kreditkartenfähigkeit ist besonders in Touristenzentren und auch Universitätsstädten erforderlich.

Bei Fragen rund um Kassensysteme steht Ihnen die HS-Soft AG zur Verfügung:

Sebastian Kiser und Vladyslav Trybunskyi

Kontakt: verkauf@hssoft.com 

Terminvereinbarung: hssoft.de/online-demo

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