Politik: Zentralverband kritisiert Pläne für ...
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Zentralverband kritisiert Pläne für Härtefallhilfen


Pixabay/AshrafChemban
Das Ringen um staatliche Unterstützung für Handwerksbäcker in der Energiekrise geht weiter.
Das Ringen um staatliche Unterstützung für Handwerksbäcker in der Energiekrise geht weiter.

Mit dem neuesten Gesetzesentwurf für Gas- und Strompreisdeckel zeigt sich der ZV grundsätzlich zufrieden. Die Härtefallregelung würde aber nur einen Bruchteil der betroffenen Bäcker einschließen.

Berlin (abz). Die Bundesregierung hat in ihrem neuesten Gesetzesentwurf zu den Deckeln für Gas- und Strompreisen beschlossen, die Jahresverbrauchsschwelle zu senken. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks begrüßt diese Entscheidung in einer Pressemitteilung. Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider kritisiert jedoch, dass die Preisbremse rückwirkend gilt. „Wenn die Unterstützung erst im März ankommt, wird es bei vielen Unternehmen eng. Wir fordern daher eine Härtefallbrücke, die unsere Betriebe bis zum März trägt“, so Schneider.

Härtefallregelung schließt zu viele Betriebe aus

Deutlich härter fällt der ZV mit dem Entwurf zur Härtefallregelung ins Gericht. Betriebe mit Vervierfachung der Gas- und Strompreise sowie einer Energieintensität von 8 Prozent sollen sich qualifizieren – dies schließe zahlreiche Bäckerbetriebe aus, die mit dreifachen Energiekosten trotzdem ums Überlegen ringen. „Mit dem aktuellen Verbrauchsschwellenwert werden noch immer circa ein Drittel der Verkaufsstellen nicht erfasst. Das könnte zu zahlreichen Filialschließungen vor allem im ländlichen Raum führen“, so Präsident Michael Wippler.

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