Politik: Bäcker bei Energie-Hilfen benachteil...
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Bäcker bei Energie-Hilfen benachteiligt


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Die Energiepreise sind für Bäckereien ohne staatliche Hilfen kaum zu stemmen.
Die Energiepreise sind für Bäckereien ohne staatliche Hilfen kaum zu stemmen.

Landesinnungsministerin kritisiert die Unzugänglichkeit des Energiekostendämpfungsprogramms des Bundes für Bäckereien.

Hamburg (abz). Als Reaktion auf die stark angestiegenen Energiepreise, die die energieintensive Bäckerei-Branche besonders hart trifft, hat die Bundesregierung das Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) aufgestellt. Es handelt sich dabei um einen befristeten und eng umgrenzten Kostenzuschuss für energie- und handelsintensive Unternehmen. Das Programm ist von Februar bis September 2022 angesetzt und kann noch bis Ende August beantragt werden.

Zuschüsse gehen nur an Unternehmen mit internationalem Vertrieb

Die Landesinnungsmeisterin der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord, Maren Andresen, kritisierte nun, dass die Politik das deutsche Bäckerhandwerk im Stich lasse. Die Zuschüsse gingen nur an Unternehmen, die Produkte international vertreiben würden, was auf Bäckereien in den seltensten Fällen zutrifft. Ohne die Förderung ständen viele Betriebe vor dem Aus, zahlreichen Bäckern drohe die Arbeitslosigkeit. Dabei sei es ein systemrelevantes Gewerbe, im Gegensatz zu anderen Branchen, die die Zuschüsse erhalten würden. „Die Herstellung von zum Beispiel Wermutwein oder Tapeten sind aber nach dem EKDP förderfähig. Das versteht kein Mensch“, so Andresen.

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