Meinung: Deutsche befürworten Mehrweg-Pflicht
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Deutsche befürworten Mehrweg-Pflicht


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Kaffeebecher im Mehrwegsystem stoßen laut Studie auf breite Akzeptanz.
Kaffeebecher im Mehrwegsystem stoßen laut Studie auf breite Akzeptanz.

Laut einer Umfrage begrüßen 76 Prozent der Befragten die Einführung von Pfandsystemen für To-Go-Lebensmittel in der Gastronomie.

Hamburg (abz). 67 Prozent der Deutschen kaufen mindestens einmal im Monat Take-away-Produkte beim Bäcker. Das ergab eine Umfrage der Tankstellenkette HEM im Juli. Befragt wurden rund 2200 Menschen ab 18 Jahren. Cafés landen in dieser Statistik bei 15 Prozent.

Die Mehrheit der Teilnehmenden (77 Prozent) wählt gezielt die Take-away-Variante – meist für den Verzehr auf Fahrtwegen oder in der Mittagspause. Gründe sind hierbei an erster Stelle Stress und Zeitdruck (63 Prozent), der Wunsch, an der frischen Luft zu sein (31 Prozent), keine Lust, selbst zu kochen (22 Prozent) oder schlichtweg, dass die eigene Verpflegung zu Hause vergessen wurde (21 Prozent). Für to go Produkte sprechen laut der Befragten diverse Argumente: sie sind günstig (69 Prozent), lecker (55 Prozent) und schnell verfügbar (53 Prozent). Allerdings werden jährlich in Deutschland etwa 13 Milliarden Einwegbecher- und Verpackungen im Take-away-Bereich verbraucht und entsorgt.

Nur wenige bevorzugen Einweg

Im Hinblick auf den Umwelt-Impakt unterstützen 76 Prozent der Befragten die ab dem 01. Januar 2023 geltende Verpflichtung von Mehrweg-Verpackungen für to go Produkte. Sie seien bereit, den kleinen Mehraufwand auf sich zu nehmen. Sieben Prozent der Teilnehmer lehnen das vollständig ab und würden sich auch in Zukunft immer für Einweg entscheiden, da ihnen das Pfandsystem zu aufwendig sei.

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