Label: Bio-Kampagne für den „Planet-Score“
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Bio-Kampagne für den „Planet-Score“


Shutterstock/Yulia YasPe
Nachhaltig produziert oder nicht: Das ist bei vielen Produkten die Frage.
Nachhaltig produziert oder nicht: Das ist bei vielen Produkten die Frage.

Frankfurt (abz). Voraussichtlich am 30. November wird die EU-Kommission den Vorschlag für einen Product Environmental Footprint (PEF) vorlegen.

Der PEF soll die Umweltauswirkungen von Lebensmitteln messen und könnte den Rahmen für die geplante Kennzeichnungspolitik setzen. Nach Ansicht des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) ist der PEF jedoch ungeeignet. Bei pflanzlichen Produkten etwa lasse sich nicht innerhalb einer Kategorie unterscheiden. So würde ein Apfel aus nachhaltiger Produktion den gleichen Wert erhalten wie ein Apfel aus nicht-nachhaltiger Produktion. „Es braucht ein Label, das der Komplexität von Nachhaltigkeit gerecht wird und leicht verständlich ist. Beides zu vereinen und dabei kein Greenwashing zu betreiben, das gelingt bislang nur dem Planet-Score“, sagt Geschäftsführerin Kathrin Jäckel. Durch eine Verbraucherkampagne des BNN soll das Logo ab sofort auch in den Bioläden sichtbarer werden. Der Planet-Score stellt, anders als etwa der Eco-Score, zur Gesamtbewertung auch Unterkategorien dar: Pestizide, Biodiversität, Klima und Tierwohl. 

Kehrtwende in Paris

Derweil scheint Frankreich, das oft als Blaupause in Sachen Nachhaltigkeit dient, eine Kehrtwende zu vollziehen. Die Regierung wollte das Logo vorschreiben, das den Ideenwettbewerb für sich bestreitet. Die zwei Hauptanwärter waren Planet- und Eco-Score. Nun soll sich Paris nach Informationen der Lebensmittelzeitung vorzeitig gegen beide Vorschläge entschieden haben und eine dritte Alternative planen, die den Einfluss von Pestiziden ausklammert.

 

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