Konsum: Beim Geld hört die Nachhaltigkeit auf
Konsum

Beim Geld hört die Nachhaltigkeit auf


Imago/Steinach
Wenn Nachhaltigkeit mehr kostet, verzichten Verbraucher.
Wenn Nachhaltigkeit mehr kostet, verzichten Verbraucher.

Frankfurt (abz). Nachhaltigkeit ist den Konsumenten bekanntlich wichtig. Doch wenn es zu teuer wird, sind die guten Vorsätze schnell vergessen. Diesen Schluss legt eine Studie des Kölner Marktforschungsinstituts IFH nahe.

Der Preis ist das größte Hindernis für Verbraucher auf dem Weg zu einem nachhaltigen Lebensstil. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Umfrage des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 500 Personen in Deutschland. Insgesamt wurden im Juni 2000 Konsumenten in Deutschland, der Schweiz, Italien und Großbritannien interviewt.

Lebensstil vs. Finanzielle Belastung

62 Prozent der Teilnehmer sind demnach nicht bereit, für nachhaltige Produkte mehr Geld zu zahlen. Auch bei Menschen, denen das Thema wichtig ist, spielt der Preis eine hemmende Rolle. In dieser Gruppe nennen 71 Prozent die finanzielle Mehrbelastung für nachhaltige Produkte als größte Herausforderung bei der Umsetzung eines entsprechenden Lebensstils. Nur in einer Kategorie ist eine Mehrheit bereit, mehr zu bezahlen: Regionalität.

Am häufigsten achten die Konsumenten zumindest gelegentlich auf die Haltbarkeit und Nutzungsdauer von Produkten, um einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit zu leisten 89 Prozent antworteten entsprechend. Nahezu ebenso viele berücksichtigen zudem Regionalität und Saisonalität (81 Prozent) und achten darauf, Plastikverpackungen zu vermeiden (80 Prozent).

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