Handwerk: Der Druck nimmt zu
Handwerk

Der Druck nimmt zu


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 Der Umsatz an Bedientheken ist um 15 Prozent zurückgegangen.
Der Umsatz an Bedientheken ist um 15 Prozent zurückgegangen.

Frankfurt (abz). Der Umsatz an Bedientheken ist stark rückläufig. Verbraucher achten immer stärker aufs Geld

. Des Deutschen täglich Brot ist nicht mehr das, was es einmal war. Handwerksbäcker stehen bekanntlich unter Existenzdruck. Sie verkaufen laut GfK weniger als ein Fünftel des Backwaren-Volumens. Bedientheken generell verloren in den ersten neun Monaten 15,4 Prozent. Wie andere Frischesegmente auch verzeichnete die Warengruppe Brot 2022 eine unterdurchschnittliche Umsatzperformance. Bis Ende September lag sie 3,8 Prozent unter Vorjahreswert. Nur Obst und Gemüse waren schlechter. 

Verbraucher steigen auf Toastbrot um

Die Verkaufspreise pro Kilogramm stiegen über alle Vertriebskanäle des Lebensmitteleinzelhandels gegenüber 2021 im Schnitt um gerade neun Cent. Dennoch ließ die eingetrübte Konsumstimmung Verbraucher auf die günstigste Produktkategorie unter der SB-Ware umschwenken: Toast- und Sandwichbrote. Allein deren Verkaufsmengen legten zu: um 1,3 Prozent. Die Haushaltsausgaben für die Produkte erhöhten sich um 11,4 Prozent, bei um zehn Prozent höheren Preisen. Generell verfestigte sich der Trend zu vorverpackter Regalware. Laut Niklas Bergmann von der Gfk liegt deren Kilopreis im Schnitt bei 2,44 Euro und ist damit um 4,28 Euro geringer als für Bedienware.

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