Ernährungs- & Warenkunde
Mohn beruhigt genießen
Stiftung Warentest bescheinigt Unbedenklichkeit
Berlin (ke). Zwar beruhigt sich die Lage beim Verbraucher auch nach Warnhinweisen für bestimmte Lebensmittel relativ schnell – vor allem wenn sich die Boulevardmedien wieder einem neuen Thema zuwenden. Trotzdem bleiben bei manchem Kunden doch oft gewisse Vorbehalte, weil die Tagespresse sich kaum die Zeit nimmt, abschließend Entwarnung zu geben.
Was den Verzehr von Mohn in Backwaren anbelangt, so wurde bereits kurz nach der Diskussion um mögliche Drogengehalte von Seiten der Lieferanten schnell gehandelt. Nachdem in den zurückliegenden Jahren der Morphingehalt im auch zum Backen verwendeten Schlafmohnsamen stark angestiegen war und sich insbesondere Mohnsaat aus Australien als hoch belastet erwies, ist der Anteil an Morphin und Kodein heute äußerst gering. Die Stiftung Warentest hat in annähernd 30 Mohnprodukten kaum bis überhaupt keine Drogen mehr gefunden.
Untersucht wurden Speisemohn, backfertigte Mohnfüllungen sowie frischer und abgepackter Mohnkuchen. Die höchsten Morphinwerte fanden die Tester bei einem Speisemohnprodukt, aber auch diese Werte lagen noch unterhalb des Richtwerts.
Noch geringer war der Morphingehalt bei im Einzelhandel angebotenen Mohnfüllungen, die aus geriebenem Mohn, Zucker, Wasser und Verdickungsmittel bestehen. Beim Kuchen wurde „Test“ nur bei 2von insgesamt 22 Produkten fündig – von denen man jedoch mehr als sechs Kilo verzehren müsste, um die gesundheitliche Sicherheitsgrenze zu erreichen.
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