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Zusatzstoffe müssen draußen bleiben

Michael Zollinger verkauft Bio-Brote aus Vollkornmehl, die ohne enzymhaltige Backmittel auskommen. (Quelle: Zoller)+
Michael Zollinger verkauft Bio-Brote aus Vollkornmehl, die ohne enzymhaltige Backmittel auskommen. (Quelle: Zoller)

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Die Bäckerei Zollinger mit Konditorei und Café bietet 20 Bio-Brotsorten im Herzen von Bayreuth an

Von Sabine Zoller

Bayern

Bayreuth Nur wenige Schritte vom Markgräflichen Opernhaus entfernt liegt das „Zollinger“ zwischen dem Barocktheater und dem Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth.

Seit 25 Jahren beschäftigt sich Michael Zollinger (56) mit Themen rund um die gesunde Ernährung und zählt in Bayreuth zu den bundesweit rund 80 Schnitzer Partnerbäckern, die ausschließlich verarbeiten und weder Vitamine, Mineral- noch Ballaststoffe künstlich zusetzen.

Keine Zugabe

enzymhaltiger Backmittel

„Wir mahlen das ganze Korn mit der eigenen Steingetreidemühle und verarbeiten das Mehl ohne Zugabe von enzymhaltigen Backmitteln“, so der gelernte Bäcker- und Konditormeister, der sich seit 1991 intensiv mit biologischen Lebensmitteln befasst.

Mit diesem Alleinstellungsmerkmal hat er sich einen stabilen und treuen Kundenstamm erarbeitet, der sich bewusst und vollwertig ernährt.

„Wunderkorn der Inkas“ –

ein Brot aus Amaranth und Dinkel

Rund 20 verschiedene Brotsorten und 30 unterschiedliche Brötchenvariationen führt er in seinem Bio-Sortiment, zu dem auch das „Wunderkorn der Inkas“ zählt. Darin werden winzig kleine Amaranthsamen in einem 500g schweren Amaranthbrot mit Dinkel (für 3,60 Euro) verarbeitet. Der Brotkenner sagt dazu: „Es fasziniert mich immer wieder, dass nur fünf Scheiben von diesem Brot genügen, um den täglichen Magnesiumbedarf eines Erwachsenen zu decken.“

Reichhaltiges

Frühstücksangebot

Saftiges Haferbrot (40% Roggen, 60% Hafer), Kürbiskern- und Walnussbrot (350 g zu 3 Euro) entstehen aus reinem Natursauerteig und werden von der Laufkundschaft ebenso wie von der ortsansässigen Gastronomie nachgefragt.

Für Auswärts-Frühstücker bietet die Bäckerei 60 Sitzplätze im Café. Über ein Dutzend Frühstücksvariationen laden von 6.30 bis 12.00 Uhr zum Verweilen ein. Ob „Bayerisches Frühstück“ mit Leberwurst, Ei und Laugenbrezel, oder „Französisches Frühstück“ mit Milchkaffee und Croissant, alle Frühstücksbestandteile können auch einzeln bestellt werden.

Täglich wechselnde Gerichte sorgen zur Mittagszeit von 12 bis 14 Uhr für ein warmes Mittagessen unter 10 Euro.

Bis zum Feierabend um 18Uhr sind es verschiedene Seniorenstammtische und Kaffeekränzchen, die das Café zum Kommunikationsaustausch besuchen.

Neben Sahnetorten sind klassische Buttercremetorten wie Frankfurter Kranz, Malakoff- und Prinzregententorte gefragt. In seinem 8-köpfigen Backstubenteam beschäftigt Zollinger sowohl einen Bäcker- als auch einen Konditormeister.

Er setzt auf Qualität und saisonale Produkte. Erdbeeren, Aprikosen und Rhabarber sind die Klassiker für Blechkuchen. Im Herbst gibt es Zwetschgenplootz (Pfaumenkuchen) und „Küchle“, ein Schmalzgebäck, das bei keinem fränkischen Festtag fehlen darf.

Trüffelvariationen

nach gut gehütetem Rezept

Mit der Kombi von Bäckerei, Konditorei und Café gelingt es Michael Zollinger, marktspezifische Bedürfnisse, seiner oberfränkischen Klientel zu erfüllen. Darüber hinaus bietet er Pralinenspezialitäten an. Von seinen „Opern-Melodien“ mit Musikinstrumenten-Dekor gibt es zwanzig verschiedene Kreationen. Hergestellt werden die Bayreuther Trüffelvariationen nach einem gut gehüteten Rezept.

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