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Zum Espresso bitte eine „Lulu“

Inhaberin Karla Marinac-Stock und ihr Dinkelbrot „Hilde“. (Quelle: Zoller)+
Inhaberin Karla Marinac-Stock und ihr Dinkelbrot „Hilde“. (Quelle: Zoller)

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In der Freiburger Dinkelbackstube „La Spelta“ bietet eine Seiteneinsteigerin „fröhliches Gebäck“

Von Sabine Zoller

Baden & Württemberg Freiburg „Wir sind eine weizenfreie Zone,“ betont Karla Marinac-Stock (56) und zeigt lachend auf ihr Logo, das den Namen „La Spelta“ mit dem Zusatz „Die Dinkelbackstube“ trägt.

Im Stadtteil Freiburg-Herdern hat sie großen Zulauf, denn es wird ausschließlich mit reinem Dinkel gebacken.

„Fröhliches Gebäck“

aus reinem Dinkel

Das Konzept ist einfach. „Dinkel ist gesünder und verträglicher als Weizen“, so die Unternehmerin, die sich aus gesundheitlichen Gründen seit zehn Jahren mit Leidenschaft dem Urgetreide verschrieben hat. „Das Getreide ist leicht verdaulich und wirkt auf den gesamten Organismus. Daher sagen wir zu unseren Backwaren auch ,fröhliches Gebäck‘.“

Mit der Vision, ein regionales und ehrliches Nahrungsangebot zu bieten, startete die mit einer Sondergenehmigung der Handwerkskammer Freiburg 2014 in die Selbstständigkeit. Bevor sie diesen Weg eingeschlagen hat, war sie als Redakteurin für verschiedene Lebensmittelmagazine tätig.

Von der Redaktion

in die Backstube

„Das war meine größte Schule zur gesunden Ernährung“, urteilt Karla Marinac-Stock, die mit ihrem fünfköpfigen Team ein einheitliches Dinkel-Konzept mit Backwaren, Snacks und Mittagstisch anbietet.

In dem knapp 60 qm großen Ladengeschäft sind nicht nur die Backstube und die Brottheke, sondern auch Tische zum Verweilen untergebracht.

Mit der Außenterrasse vor der dörflichen Kulisse des Kirchplatzes mit alten Kastanienbäumen bietet „Die Dinkelbackstube“ Platz für 30 Gäste.

Regionales und bio immer in

Verbindung mit Dinkelteigwaren

Täglich wechselnd gibt es zwei Menüs – eines vegetarisch und eines mit Fleisch. Regionales Gemüse und Zutaten in Bio-Qualität werden dabei immer in Verbindung mit einer Dinkelteigware angeboten.

Zum Beispiel Dinkelstrudel mit Frühlingsgemüse, Kresseschaum und Salat (7,50 Euro) oder Dinkel-Tagliatelle, frische Marktpilze, mageres Rinderhack und Salat (8,50 Euro).

Phantasienamen

bezeichnen die Produkte

„Unsere Backwaren haben Namen“, erklärt die Backstubenchefin mit kroatischen Wurzeln. „Die Kundschaft hat sich in den vergangenen vier Jahren wunderbar daran gewöhnt“, ergänzt sie. Für sie zählt der Inhalt und nicht die Definition der Backwaren mit Zusatzinformationen wie „Dinkel-Vollkorn-Brötchen mit Sesam“.

Im „La Spelta“ ist das Ganze kurz und knapp mit Phantasienamen benannt. Wer ein Baguette haben möchte, bestellt eine „Ida mit Sesam“ oder eben ohne. Eine „Elsa“ ist eine kleine helle Stange und „Anna“ das helle Brötchen.

Verarbeitet wird ausschließlich das „Oberkulmer Rotkorn“ von der Stadtmühle Geisingen bei Donaueschingen. Für das helle Dinkelbrot „Hilde“ wird Dinkelmehl Typ 630 und Vollkorn für „Josef“, das dunkle Dinkelbrot, verarbeitet. Ausschließlich freitags gibt es das Dinkel-Sauerteigbrot „Walter“ (500 g zu 4,50 Euro).

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