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Wirtschaftsminister kümmert sich um Bäcker

Wiedergewähltes Vorstandsteam (v. li.): Olaf Jaretzke, Klaus Tilsen, Verbandsgeschäftsführer Heinz Essel, stellv. LIM Matthias Grenzer, LIM Thomas Müller und Jens Dobler (Jörg Reichau fehlt krankheitsbedingt).  (Quelle: Hoffmeister)+
Wiedergewähltes Vorstandsteam (v. li.): Olaf Jaretzke, Klaus Tilsen, Verbandsgeschäftsführer Heinz Essel, stellv. LIM Matthias Grenzer, LIM Thomas Müller und Jens Dobler (Jörg Reichau fehlt krankheitsbedingt). (Quelle: Hoffmeister)

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Harry Glawe stand den Kollegen auf der Tagung des LIV Mecklenburg-Vorpommern Rede und Antwort / Vorstand um LIM Müller wiedergewählt

Mecklenburg-Vorpommern Plau am Die Themenliste war lang, die auf den nach Plau am See mitgebracht hatte: Discounter-Ansiedlung, Hygienebalken, , Rohstoffpreise. Besonders auf Grußwort und Antworten von Wirtschaftsminister (CDU) waren die Teilnehmer des Landesverbandstages gespannt. Dass nebenbei auch der Vorstand wiedergewählt worden ist, wurde bei dem dichten Programm fast zur Nebensache.

Thomas Müller forderte von der Politik, das Handwerk vor einem ruinösen Wettbewerb zu schützen und Neuansiedlungen von Discountern zu bremsen. Andere Bundesländer würden Neuansiedlungen sogar stoppen. „Kommunen und Land müssen sich besser abstimmen und eine Strategie entwerfen für einen Schutzwall für das Bäckerhandwerk“, antwortete Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Vor den Folgen einer Hygienekennzeichnung warnte Thomas Müller ausdrücklich. „Stellen Sie sich vor, ein Fünf-Sterne-Hotel würde mit einem roten Balken gekennzeichnet werden, und die nächste Kontrolle kann erst in fünf Monaten stattfinden.“ Harry Glawe antwortete, dass auch er gegen die Hygieneampel sei. Es gebe auch andere Mittel und Wege, die bestehenden Gesetze durchzusetzen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer weniger Auszubildende. Auch die Schülerzahlen sinken. Die Ausbildungszahlen der Fachverkäuferinnen bleiben vergleichsweise hoch, aber nur noch 15 bis 20 Schüler werden in diesem Jahr eine Ausbildung in einem Innungsbetrieb beginnen, schätzt Thomas Müller. Die Folge: Bäcker-Azubis würden in die Fachverkäuferinnen-Klassen „reingeschoben“. „Wir sind nicht gegen gemeinsame Klassen, aber der Unterricht muss fachbezogen sein“, forderte Thomas Müller, der einen zentralen Schulstandort für das gesamte Lebensmittelhandwerk in Neustrelitz favorisiert. Azubis müssten zudem einen Fahrtkostenzuschuss vom Land erhalten. Ein entsprechender Antrag sei gestellt. Harry Glawe versprach, mit dem Bildungsministerium zu sprechen und sich mit einem Ergebnis zurückzumelden. Über den Fahrtkostenzuschuss sagte er: „Wir sind dabei, die Sache auf den Weg zu bringen.“

Thomas Müller berichtete, dass die Rohstoffpreise den Bäckern sehr zu schaffen machen, weil die Backwarenpreise in Mecklenburg-Vorpommern an der Obergrenze angekommen seien. In seinem Betrieb sinkt der Umsatz zum Monatsende rapide. „Die Leute haben am Monatsende kein Geld mehr, um beim Bäcker einzukaufen“, sagte er. Eine Mitschuld an den hohen Preisen sieht der Landesinnungsverband in der Konkurrenz von Energiepflanzen und Brotgetreide. „Wir müssen wachsam sein und aufpassen, dass es nicht aus dem Ruder läuft“, war Harry Glawes Antwort.


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