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Wenn das Amt auf Hirschjagd geht

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Plauen (abz). Die Brüder Jan und Kay Forbriger haben im neuen Landratsamt in Plauen 2017 einen neuen Standort mit Bäckerei und Küche eröffnet. Markenzeichen ist eine große, rote Hirschfigur vor dem Haus.

Dieser Hirsch soll nun zu einer Art Elchtest: Die Stadtverwaltung hat ein Standsicherheitsgutachten für den Hirsch verlangt. Dieser Forderung ist Forbriger nicht nachgekommen. „Wer weiß, wo ich ein solches Gutachten anfordern muss und was es mich kostet. 400 Euro kostete der Hirsch, 4000 Euro womöglich das Gutachten“, sagt er auf Nachfrage der ABZ.

Doch nicht nur der Hirsch ist ein Problem. Das Landratsamt beanstandet diverse Punkte und zeigt sich wenig kooperativ: Ein Stuhl versperre den Fluchtweg, verbaute Schaukästen dürften nicht verwenden, Werbung müsse von den Schaufenstern entfernt werden.

„Wir hofften, dass das Landratsamt vom Verwalter zum Gestalter wird und Wege ebnet, anstatt uns Steine in den Weg zu legen“, sagt Forbriger. Aber bisher sei keine Ende des seit 2011 andauernden „Bürokratiewahnsinns“ in Sicht.

Zumindest für den Hirsch gab es eine Lösung: Vom Tiefbauamt kam der Vorschlag, ihn auf eine Natursteinplatte zu schrauben. So befestigt, darf der Hirsch dann auch bleiben.

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