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Weichen für die Zukunft stellen

Landesinnungsmeister Traublinger spricht in München über die Situation im Bäckerhandwerk. Foto: H
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Landesinnungsmeister Traublinger spricht in München über die Situation im Bäckerhandwerk. Foto: H WK-München

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Auf dem Verbandstag des bayerischen Bäckerhandwerks wird ein neuer Landesinnungsmeister gewählt. Festredner ist Ministerpräsident Seehofer.

Am 23. Und 24. Juni 2012 ist es soweit. Dann findet der des bayerischen Bäckerhandwerks zum ersten Mal in München statt. Aus diesem Anlass gibt sich auch ein ganz besonderer Gast die Ehre: „Es ist mir eine besondere Freude, dass wir zu unserem ‚Bäckerparlament’ auch den Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, Herrn begrüßen können“, deutet Landesinnungsmeister im Vorfeld an, dass mit wegweisenden politischen Aussagen zu rechnen ist.

Die austragende Innung ist nicht nur mit der Vorbereitung des offiziellen Parts des Verbandstages betraut, sondern organisiert auch den geselligen Teil der Veranstaltung. Der Samstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Auf Bäcker’s Spuren“. Dabei wird ein bäckerspezifischer Stadtspaziergang mit einem Besuch der Residenz stattfinden. Beim anschließenden Festabend im Münchner Hofbräuhaus ist ein buntes Programm angesagt, bei dem auch das Tanzbein geschwungen werden darf.

Nach der Begrüßung durch Obermeister und einem Grußwort von Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger steht ein dreigängiges Festmenü auf dem Programm, das am Klavier musikalisch untermalt wird und zu dem auch ein Bauchredner auftritt. Nach dem Essen werden eine Kommunikationsshow und weitere Überraschungen geboten. Als alljährlicher Höhepunkt des Verbandslebens steht die Mitgliederversammlung am Sonntag Morgen im Mittelpunkt des Interesses. Im Mittelpunkt des Interesses: Die Festrede des Ministerpräsidenten.

Außerdem wird Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger in seinem Jahresbericht auf die Situation im bayerischen Bäckerhandwerk eingehen. Aber auch die Probleme benennen, die den Bäckern auf den Nägeln brennen. So z. B. die Energiepolitik, die „zu teilweise eklatanten Wettbewerbsverzerrungen zugunsten von Großunternehmen und zu Lasten des Mittelstandes führt“. Darüber hinaus das Steuerrecht, das eine leistungshemmende Benachteiligung arbeitsintensiver Branchen darstellt sowie die lebensmittelrechtliche Vorschriften – besonders im Hygienebereich – die die Betriebe immer mehr belasten. „Auch ist es nicht hinnehmbar“, so schreibt Traublinger in seinem Grußwort, „dass die Politik einer grenzenlosen Ausweitung der Informationsrechte der Verbraucher huldigt und die Betriebe der Ernährungsindustrie an den Pranger gestellt werden.“

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der umfangreichen Tagesordnung sind die Neuwahlen. Hier werden personell die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Delegierten wählen einen neuen Landesinnungsmeister sowie zwei neue stellvertretende Landesinnungsmeister und fünf weitere Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes. Weitere Mitglieder des Landesvorstandes werden bestimmt und Neuwahlen in diversen Ausschüssen vorgenommen.

Alles in allem können Teilnehmer sich heuer auf ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm freuen. Grund genug, diesem Verbandstag beizuwohnen. Auch weil neben den politischen und fachlichen Aspekten auch der kollegiale Austausch gepflegt wird.

Bayerische Verbandspitze (von links.): Josef Magerl, Peter Mück, Peter Landshuter, Harald Friedrich, Karl-Heinz Hoffmann,
Dr. Wolfgang Filter, Kurt Held, Heinrich Traublinger jun., Wolfgang Rhein.
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