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Seit einem Jahr gibt es das Brezelmuseum in Erdmannhausen. (Quelle: Zoller)+
Seit einem Jahr gibt es das Brezelmuseum in Erdmannhausen. (Quelle: Zoller)

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5000 Besucher waren bisher im Brezelmuseum und haben sich über die Geschichte des Kultgebäcks informiert

Von Sabine Zoller

Baden & Württemberg Erdmannhausen Seit einem Jahr ist das erste Deutschlands geöffnet. Rund 5000 Besucher – überwiegend Senioren- und Vereinsgruppen – sind seitdem nach Erdmannhausen bei Marbach am Neckar gekommen.

Ziel ist das moderne, ovalförmige Gebäude an der Badstraße8, das sich nahtlos an das Haus anschließt, in dem Emil Huober 1950 die „Erste Württembergische Brezelfabrik“ gegründet hat. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 350 Quadratmetern steht das Gebäck im Mittelpunkt.

In 66 Aspekten wird das heutige Kultgebäck als religiöses und kultisches Gebäck in verschiedenen Bereichen gezeigt. Das Museum setzt sich mit der geschichtlichen Komponente auseinander, mit der Kulturgeschichte der , den Legenden, der und den Künstlern, die sich davon inspirieren lassen.

Interaktive

Entdeckungsreise

Sonja Hart ist Ansprechpartnerin für das Museum, das in neun Abteilungen gegliedert ist. Dabei können die Besucher auch interaktiv die und Geschichten rund um die Brezel erleben.

Die Besucher lernen nicht nur, aus welchen Grundmaterialien eine Brezel hergestellt wird, sondern können auch unter Anleitung selbst mit Teig arbeiten und eine eigene Brezel schlingen. Während diese dann backt, geht es auf dem Rundgang weiter.

Prunkvolles

in der Schatzkammer

Die Schatzkammer des Museums zeigt die Zunftzeichen der Bäcker und Preziosen mit Brezelmotiven hinter Glas: prunkvolle Becher, Teller und Bierkrüge aus verschiedenen Epochen sowie Schaufiguren, Weihnachtsschmuck und Nippes für die Vitrine zu Hause sowie ein Siegel aus dem Jahr 1840.

Dort, wo vor 60 Jahren die ersten industriell hergestellten Brezeln geschlungen und gebacken wurden, schlägt das Herz des Museums. Die original erhaltene Backstube zeigt den Arbeitsbereich und den Wandel von der handwerklichen zur industriellen Produktion.

Die Geschichte

vom Bäcker und dem Sägemehl

Multimediale Stationen präsentieren Wissenswertes rund um das Kultgebäck und zeigen eine der ältesten Brezeldarstellungen aus dem liturgischen Buch des Salzburger Klosters St. Peter aus dem Jahr 1050.

Im größten Raum erzählt ein Theaterstück die Erfindung der Brezel und nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise.

Die Erfindung

der Brezel

Der Legende nach soll sich die Geschichte vor 540 Jahren in Bad Urach abgespielt haben: Bäcker Frieder mischte Sägemehl in seine Backwaren und wurde zum Tode verurteilt.

Der Graf von Urach gab ihm die Chance, sein Leben zu retten, wenn er binnen dreier Tage ein Gebäck erfände, durch das dreifach die scheint. Daraus entstanden ist die Brezel. Sägespäne damals und Industrienahrung heute – für die Museumsmacher besteht da durchaus ein Zusammenhang.

www.brezelmuseum.de


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    Snacks

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