ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Vergleichbare Energietarife angemahnt

OM Zieseniß (rechts) überreicht MdB von Klaeden drei Resolutionen des Bäckerhandwerks. <tbs Name=Foto: Pusen" />+
OM Zieseniß (rechts) überreicht MdB von Klaeden drei Resolutionen des Bäckerhandwerks. Foto: Pusen

Anzeige

Niedersachsen

MdB Eckhard von Klaeden sprach auf der Herbstversammlung in Hildesheim

Hildesheim (pu). „Wir besitzen zu wenig Wettbewerb auf dem Energiesektor. Es ist dringend geboten, eine Vergleichbarkeit der Tarife anzustreben.“ Das erklärte Eckhard von Klaeden, CDU-Bundestagsabgeordneter, auf der Herbstversammlung der Bäckerinnung Hildesheim-Alfeld. Auf Forderung von Ehren-Obermeister Hans-Henning Maas erhielt die Kreishandwerkerschaft den Auftrag, den günstigsten Stromanbieter unter den drei im Gebiet arbeitenden Unternehmen sowie Vergleichszahlen für die Abnahme von 30.000, 50.000 und 100.000 Kilowatt zu ermitteln.

Obermeister Matthias Zieseniß überreichte dem MdB die drei Resolutionen des Bäckerhandwerks an die Politiker. Dabei handelt es sich um den „Kampf gegen die Einbeziehung der Backbranche in das duale Entsorgungssystem mit dem Grünen Punkt durch die fünfte Novelle der Verpackungsverordnung“.

Der Berufsstand wehrt sich außerdem weiter gegen die „Schließung des Gefahrentarifs Verkauf bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten“. Schließlich beschert die bevorstehende Unternehmenssteuerreform dem Mittelstand im Rahmen der Gegenfinanzierung die Beseitigung der degressiven Abschreibung und die Reduzierung der sofortigen Abzugsfähigkeit geringfügiger Wirtschaftsgüter auf 150 Euro.

Aus dem Innungsgeschehen berichtete Zieseniß, dass die Berufsgemeinschaft zwei neue Mitglieder willkommen heißen durfte. Es sind Achim Brähme, der den Betrieb seines Vaters nach zwanzig Jahren auferstehen ließ und Peter Fuhrmann von der Zulieferfirma Backaldrin. Durch diesen Zuwachs beträgt die Zahl der Mitglieder laut Schriftführer Reinhard Bauche 30.

Die nächste Brot-, Brötchen- und Stollenprüfung findet am 3. und 4. Dezember in den Räumen der Hauptstelle der Hildesheimer Stadtsparkasse statt.

Die „politische Großwetterlage“ beleuchtete der Bundestagsabgeordnete. Dabei verwies er auf das stabile Wachstum und steigende Beschäftigung. Leider taten die Tarifparteien zu wenig für die Gruppe der 50- und 55-Jährigen, weil der Gesetzgeber Möglichkeiten zur Verabschiedung in den Vorruhestand einräumte. Bei der kommenden Erbschaftssteuerreform solle der „Betriebsübergang im Mittelstand freigestellt werden“.

„Wie kann das Bäckerhandwerk den ständig steigenden Energiekosten begegnen?“ Diese Frage behandelte ausführlich der Betriebsberater des BIV Niedersachsen/Bremen, Matthias Götting. Der Aufwand für die Energie werde in den nächsten drei bis vier Jahren „von drei auf vier bis acht Prozent des Umsatzes steigen“, lautete dessen Prognose. Daher sei es zweckmäßig, Abgasverluste bei den Backöfen zu vermeiden. Die Schwadenabgabe ist genau zu timen und zu dosieren. Optimal sollte die Backfläche genutzt werden. Wichtig ist die regelmäßige Überprüfung und Wartung der Brenner. Häufig wird die Abwärme durch Tauscher für das Heißmachen von Brauchwasser genutzt. Einsparungen beim Strom bieten sich durch das Kappen der Verbrauchsspitzen an. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen eignen sich nur bei höherem Bedarf. Viele Bäckereibetriebe nutzen zudem nicht die Möglichkeit, sich die Energiesteuern durch einen Antrag beim Hauptzollamt erstatten zu lassen.

Auch interessant

Schnelle Bäcker gefilmt

Beim Kampf um den Titel des schnellsten Bäckers Mittelfrankens 2007 hat sich die Erfahrung gegenüber der Jugend durchgesetzt: Der 41-jährige Bäckergeselle Michael Kunze aus der Bäckerei Gerhard Paul in Büchenbach (Bäckerinnung Mittelfranken-Süd/Schwabach) hatte beim Regionalentscheid bei der 54. Consumenta in Nürnberg die Nase vorn. mehr...

Weitere Artikel aus Regional vom 15.11.2007:

Anzeige