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Spätschicht mit großen und kleinen Kunden

Viele kleine aber auch große Neugierige waren zum Aktionstag der Innung Bayreuth gekommen, um ihrem Bäcker bei der Arbeit über die Schulter zu blicken.  (Quelle: Dietrich)+
Viele kleine aber auch große Neugierige waren zum Aktionstag der Innung Bayreuth gekommen, um ihrem Bäcker bei der Arbeit über die Schulter zu blicken. (Quelle: Dietrich)

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Kollegen der Bayreuther Bäckerinnung setzen mit „Tag der gläsernen Bäckerei“ auf Transparenz und Aufklärung

Bayern BAYREUTH (die). Den Bäckern auf die Finger und über die Schulter schauen und aktiv mitarbeiten durften jetzt kleine und große Kunden einiger Bayreuther Bäckereien. Am Aktionstag der Bayreuther Bäckerinnung, dem „Tag der gläsernen Bäckerei“, hatten sich acht Mitglieder beteiligt und über mehrere Stunden für die Öffentlichkeit ihre Backstuben geöffnet.

Nach dem offiziellen Backbetrieb am Morgen hatten die Betriebsinhaber für die Öffentlichkeit an einem Samstagnachmittag eine Spätschicht eingelegt.

„Wir wollen dem Publikum zeigen, wie wir unseren Teig herstellen, verarbeiten und backen“, begründete Obermeister Michael Rindfleisch die erstmals durchgeführte . Hygieneskandale in einer bayerischen Großbäckerei hätten Verbraucher in jüngster Zeit verunsichert. Die Gäste hätten sich jedoch während des Präsentationstages der Innung davon überzeugen können, dass in handwerklichen Backstuben hohe Anforderung in punkto Sauberkeit und Herstellung erfüllt werden.

Während der Obermeister die Besucher über die Erzeugung in einem handwerklichen Betrieb umfassend informierte, nahm er hinsichtlich der Billigkonkurrenz jedoch auch kein Blatt vor den Mund. „Brotfabriken machen den handwerklich arbeitenden Betrieben derzeit das Leben schwer“, bedauerte Rindfleisch. Diese böten ihre Waren extrem billig unter anderem in Tankstellen und Supermärkten an. In den Discountern würden die Teiglinge, die oftmals unter anderem in Billiglohnländern produziert werden, nur kurz aufgebacken. Zuvor seien diese aber mit Enzymen haltbar gemacht worden. Auch eine Verbraucherberatung finde dort nicht statt. Viele kleine und große Neugierige, die ihren Bäckermeister einmal bei der Arbeit beobachten wollten, hatten sich am Aktionstag auch in der Bäckerei des Obermeisters mit dem Namen „Fuhrmanns Backparadies“ eingefunden. Peinlichst genau achtete eine Mitarbeiterin bereits am Eingang vor der Backstube auf die Einhaltung von . So wurde keiner der Gäste ohne Plastik-Schuhe und -Mantel sowie einer Kopfbedeckung in die Produktionsstätte eingelassen. „Ich finde die Aktion toll“, sagte einer der Gäste, der einem Mitarbeiter beim Teigkneten beobachte. „Hier wird alles transparent gemacht und man kann sich überzeugen, dass alles sauber zugeht“, stellte er fest. „Ich habe so etwas noch nie mit gemacht und bin seit 63 Jahren im Geschäft und im tätig“, stellte Seniorchef Dieter Rindfleisch fest, der ebenfalls in der Backstube mitarbeitete.

Zum Aktionstag seien viele Kunden, aber auch Neukunden mit ihren Kindern gekommen. Alle hätten sich davon überzeugen können, was ein handwerkliche Bäcker alles können muss und dass es dort auch mit rechten Dingen zugeht.

Das attraktive Aktions-Plakat sollte in den nächsten Wochen in rund 1000 Verkaufsstellen des bayerischen Bäckerhandwerks hängen.
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