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Berlin-Brandenburg
Berliner Bäckerinnung warb für Nachwuchs / Girls Day mit wachsender Resonanz
Bei dem bundesweit zum sechsten Mal organisierten Girls Day, der speziell Schülerinnen für Ausbildungsberufe in Handwerk und Technik begeistern soll, war die Karl-Grüßer-Fachschule der Bäckerinnung Berlin erneut eine gefragte Adresse. Die kreativen Seiten des Metiers lernten die Teilnehmerinnen der Klassenstufen 5 bis 10 bei der Herstellung von Flechtgebäck kennen. Hintergrund der Aktion war es, den Mädchen Ausbildungsberufe näher zu bringen, die noch als typisch männlich gelten. Oft haben sie bessere Schulabschlüsse und sind hoch motiviert, verschenken aber aus Unkenntnis über Ausbildugsinhalte und Einsatzmöglichkeiten berufliche Chancen. So sind im Handwerk durchschnittlich nur 30 Prozent der Azubis Mädchen. Um diesem Trend gegenzusteuern wird seit 2001 das Projekt „Girl`s Day – Mädchen-Zukunftstag“ alljährlich im April neu aufgelegt und findet sowohl bei den Ausbildungsbetrieben als auch bei den Schülerinnen wachsenden Anklang. Allein in der Spreemetropole öffneten zum Termin 2006 insgesamt 209 Unternehmen, Institutionen und Werkstätten für ca. 6400 Interessentinnen ihre Pforten. Trotz guter Zukunftsperspektiven, moderner Maschinen und Technologien ist vor allem der Bäckerberuf derzeit noch überwiegend eine Männerdomäne. Der Anteil der weiblichen Azubis liegt bei ca. 10 Prozent. Zwecks Nachwuchswerbung in eigener Sache hatte die Berliner Bäckerinnung interessierte Schülerinnen der Klassenstufen 5 bis 10 zu einem spannenden Einführungskurs in die Welt des Backens eingeladen. Fachschulleiter Wolfgang Weber demonstrierte ihnen dabei die Herstellung von Gebäcken aus Hefeteig.
Das Thema geschlechtsspezifische Berufsorientierung gewinnt unter dem Aspekt der demographischen Entwicklung und der damit verbundenen künftig erheblich sinkenden Bewerberzahlen weiter an Bedeutung. Bundesweit verzeichnete der Girls Day 2006 erneut Rekordbeteiligungen. Über 120.000 Schülerinnen nutzten in über 7000 Veranstaltungen die Möglichkeit, sich dadurch einen Einblick in Berufsfelder zu verschaffen, die Mädchen im Prozess der Joborientierung eher seltener in Betracht ziehen. Im Vergleich zu 2002 hatte sich die Anzahl der von den Unternehmen angebotenen Besuchsmöglichkeiten mehr als verfünffacht.
Optimismus im Handwerk
Die aktuellen Konjunkturumfragen der bayerischen Handwerkskammern für das erste Quartal 2006 zeigten, dass die bayerischen Handwerksmeister fest an einen Aufschwung glauben. mehr...
