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Dr. Vonier, Ansprechpartner in Sachen arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung.+Weitere Fotos (2)
Dr. Vonier, Ansprechpartner in Sachen arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung.

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Baden & Württemberg

Geschäftsführerin Ute Sagebiel-Hannich auf der Versammlung der Innung Bruchsal

Bruchsal (biv). Zur Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Bruchsal hatte eine große Kollegenschar den Weg in das Restaurant Ritter in Ubstadt-Weiher gefunden. Obermeister Heinz Österle konnte auf ein gutes Innungsjahr zurückblicken; einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass die Innungsgeschäftsstelle in Forst geschlossen werden musste.

Lehrlingswart Thomas Fabry erläuterte die erfolgreiche Arbeit der Prüfungsausschüsse, wobei die Ergebnisse der diesjährigen Zwischenprüfung gerade zum Teil niederschmetternd gewesen seien. Studiendirektor Wolfgang Heinz von der Gewerbeschule Durlach ergänzte die Ausführungen in Hinblick auf die Prüfungen gemäß der neuen Ausbildungs-VO für Bäcker. Die Prüfungsausschüsse seien gut beraten, sich rechtzeitig mit den neuen Anforderungen zu befassen.

Die Geschäftsführerin des Bäckerinnungsverbandes Baden, Ute Sagebiel-Hannich, konnte die Mitglieder darauf verweisen, dass der Bäckerinnungsverband Baden bereits im vergangenen Jahr mit der Berufsbildungstagung über die neue Ausbildungs-VO informiert habe und auch in diesem Jahr für den 28. September die erneute Durchführung einer Berufsbildungstagung geplant sei. Themen werden hier die neuen Prüfungsinhalte und -formalitäten sein. Man werde den Innungen dann eine Handreichung für die durchzuführenden Prüfungen zur Verfügung stellen, die die Prüfungsausschüsse in die Lage versetzen soll, die neuen Prüfungen inhaltlich ohne Probleme zu bewältigen. Mit einer Kurzinformation zu aktuellen Fragestellungen und den EDV-Fachprogrammen des ZV schloss die Rednerin ihren Vortrag ab.

Dr. Vonier von der Thumedi-Präventionsmanagement GmbH, die im Auftrag der BGN in ganz Baden-Württemberg Ansprechpartner für die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Kleinbetriebsbetreuung (Kompetenzzentrumsmodell) ist, informierte ausführlich zu der erforderlichen und unbedingt zu dokumentierenden Gefährdungsbeurteilung. An Hand eines aktuellen Unfallgeschehens mit Lauge in einem Kleinbetrieb, konnte er deutlich machen, wie wichtig die Absicherung des Unternehmers durch die schriftlich vorliegende Gefährdungsbeurteilung ist: In einer Bäckerei hatte sich ein langjährig Beschäftigter sein T-Shirt mit Lauge benetzt und dieses nicht gewechselt. Nach wenigen Stunden merkte er ein starkes Brennen, die Haut war durch die Lauge mittlerweile so stark verätzt, dass
eine Hauttransplantation notwendig wurde.

Allein die Tatsache, dass der Arbeitgeber die erforderliche Gefährdungsbeurteilung und Belehrungen durchgeführt hatte und dies auch schriftlich dokumentiert hatte, sowie auch einen entsprechenden Warnhinweis im Lagerungsbereich der Lauge angebracht hatte, bewahrte ihn vor einer Strafverfolgung. Die erforderlichen jährlichen Wiederholungsbelehrungen der Arbeitnehmer im Bereich des Infektionsschutzgesetzes, der Lebensmittelhygiene-VO und des Arbeitsschutzgesetzes müssen deshalb ebenfalls unbedingt beachtet werden.

Die Versammlung schloss mit einem Referat von dem Ehrenmitglied und Vorsitzenden der MIT Nordbaden, Wolfgang Mößner, zu aktuellen politischen Fragestellungen, insbesondere der PISA-Studie und der Reform der Berufsgenossenschaften.

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