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Reise in die Vergangenheit

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Barbara und Peter Neuhaus mit Lehrling Christoph Knoche in der Backstube am alten Holzofen, vorne das Gutshof-Brot. Deutlich zu sehen das Logo-Plakat der Hessenbäcker. Foto: dt-press

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Von

Hessen

Backen wie vor hundert Jahren auf Hofgut Rettershof

Auf dem Erntedank- und Handwerker-Fest in und um Hofgut Rettershof im Taunus war auch die Bäckerei Peter Neuhaus mit von der Partie. Ein schätzungsweise hundert Jahre alter gemauerter und von vorn zu heizender Holz-Backofen im Küchentrakt des Anwesens war wieder nutzbar gemacht worden. Obwohl die dazu gehörende „Backstube“ reichlich eng war, hatten Meister Neuhaus und sein Lehrling Christoph Knoche keine Probleme eine bestimmte Sorte Brot zu backen und in der Regel noch ofenwarm zu verkaufen. Die frei geschobenen Laibe fanden laufend Absatz und konnten gar nicht so schnell produziert werden wie sie weg waren. So bildeten sich immer wieder längere Warteschlangen vor der in Brusthöhe geteilten Türe mit Blick auf den Ofen. Passend zur Umgebung wurde das Gebäck „Gutshof-Brot“ genannt. Es ist ein eigenes Rezept, und zwar eine Roggen-Vollkornschrot und Weizen-Mischung zu je 45 Anteilen plus zehn Prozent Hafer, angesetzt mit Einstufen-Natursauer und angereichert mit Sonnenblumen-Kernen und Haferflocken.

Den Lehrling im zweiten Jahr hatte Meister Neuhaus teils zur Mithilfe, teils aber auch zur Unterweisung und zusätzlichem Lernen mitgenommen. Denn die Kenntnisse und Fähigkeiten mit einem so alten Ofen umzugehen könnten erstens nicht schaden und zweitens den Horizont des jungen Mannes erweitern, meinten Meister und Lehrling übereinstimmend.

Peter Heuhaus ist Mitglied bei den Hessenbäckern und hatte mittels Aufnäher auf den Jacken und gut sichtbaren Logo-Plakaten darauf aufmerksam gemacht. Daraus resultierten Fragen und Gespräche, Idee und Umsetzung von Hessenbäcker wurden zu den Verbrauchern weiter getragen.

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