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Andreas und Jessica Fickenscher präsentieren ihr Heimatbrot (links)optimal. (Quelle: Fickenscher)+Zur Fotostrecke
Andreas und Jessica Fickenscher präsentieren ihr Heimatbrot (links)optimal. (Quelle: Fickenscher)

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Bäckerei Fickenscher begeistert Kunden durch ihren Einsatz für regionale Lebensmittel

Von Roland Ried

Bayern Münchberg Vom Magazin Stern ist Andreas Fickenscher zum „Kämpfer gegen das Bäckersterben“ erhoben worden. Bei Facebook heimst der Brotsommelier (in spe) aus Münchberg jede Menge Lob ein – der Grund: sein Projekt „Mein Heimatbrot“. In dessen Rahmen hat er eine Backware entwickelt, die den Charakter seiner Heimatregion Oberfranken widerspiegeln soll. Deshalb kommen in das nur Zutaten, die aus dem bayerischen Regierungsbezirk stammen, wie die „schwarzblaue Frankenwälder Kartoffel“.

Digitales

Know-how nutzen

Andreas Fickenscher zeigt Einsatz für traditionelle, regionale Lebensmittel und ist zugleich geschäftstüchtiger Unternehmer, der sich einen Ruf in Sachen Digitalisierung im Handwerk erworben hat. Er arbeitet eng mit dem „Kompetenzzentrum Digitales Handwerk“ zusammen.

Unter dem Markennamen Logolni vertreibt Fickenschers Backhaus zudem ein breites Sortiment an Werbemittel-Backwaren: bedruckte Kekse, Riegel oder speziell verpackte Torten. Das Backhaus, das es seit 1625 gibt, führt er zusammen mit seinem Bruder Florian seit 2015.

Im Januar 2017 begann der 45-Jährige mit seiner Weiterbildung zum Brotsommelier an der Akademie in Weinheim. Im Rahmen dieser Fortbildung entstand die Projektarbeit „Mein Heimatbrot“. Das Besondere ist dabei – neben der Idee – die Professionalität, mit der Fickenscher das Projekt aufzog, und der Sinn für Außenwirkung.

Kunden haben

Mitspracherecht

Über die Seite www.mein-heimatbrot.de “ führte er zunächst eine Kundenumfrage mit 163Teilnehmern durch, deren Ergebnisse in die Rezepturgestaltung des Brotes einflossen. Über die Facebookseite wurde jeder Schritt kommuniziert. Das sorgt für und Nachvollziehbarkeit.

Unter der Mitwirkung des TV-Kochs Alexander Herrmann entstand am Ende eine ganze „Heimat-Brotzeit“, die aus dem Brot, einem Brotaufstrich und einer Beilage besteht. Wie die Medien ihn für sein Projekt hochleben lassen, empfindet der Gelobte manchmal als „too much“.

Wichtiger ist für ihn zunächst, für eine größere Verbreitung seines Heimatbrots zu sorgen.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Frühstück - Chancen für die Bäckerei
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    Das Buch „Frühstück – Chancen für die Bäckerei“ bietet alles Wissenswerte rund um das Frühstücksgeschäft.

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  • Der neue clevere Bäcker
    Bernd Kütscher

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    Dieses Buch, das mittlerweile in der 4. und stark erweiterten Neuauflage erscheint, ist ohne Übertreibung zum echten Standardwerk geworden, das in keiner Bäckerei fehlen darf!

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  • Brot
    Werner Kräling | Meinolf Kräling

    Brot

    Ein mediterranes Weizenbrot mit Rucola und Feta gebacken, das softe Dinkel-Hafer-Quark-Brot, ein Vollkornschrotbrot mit Cranberries und das super saftige Roggenmischbrot - es gibt sie: ausgewählte bekannte und neue Brotsorten, die den Käuferwünschen unserer modernen Gesellschaft entsprechen.

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  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

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  • Eismanufaktur
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    Eismanufaktur

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