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Regional ist optimal

Kreishandwerksmeister Rolf Nagel (2.v.l.) ehrte Obermeister Martin Reinhard
(2. v.r.) für sein zehnjähriges Amtsjubiläum und Stefan Steiner (r.) für seine zwei Wahlperioden umfassende Zugehörigkeit im Vorstand der Kreishandwerkerschaft. Mit den Geehr+
Kreishandwerksmeister Rolf Nagel (2.v.l.) ehrte Obermeister Martin Reinhard (2. v.r.) für sein zehnjähriges Amtsjubiläum und Stefan Steiner (r.) für seine zwei Wahlperioden umfassende Zugehörigkeit im Vorstand der Kreishandwerkerschaft. Mit den Geehr

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Baden und Württemberg

Marktchancen und Berufsschulmodell Themen bei der Innung Nordschwarzwald

Zunehmend machen sich Bäcker darüber Gedanken, wie sie erfolgreich dem der Brotindustrie und der Backshop-Discounter begegnen könnten. Aus ihrer Innungsversammlung in Pforzheim nahmen sie den Rat mit, verstärkt die regionale Nische zu besetzen, die die Industrie nicht ausfüllen könne.

„Regionalität bietet Ihnen eine Marktchance, während Sie mit Ihren Standardprodukten langfristig einem hohen Marktdruck ausgesetzt sind“, gab Thomas Muschelknautz, Dozent und Beauftragter für Innovation und Technologie an der Weinheimer Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks, seinen Berufskollegen zu bedenken.

Allein schon die statistischen Zahlen würden belegen, wie sehr der Konkurrenzkampf ums tägliche tobe: Aktuell 14.000 Bäckereien mit 46.000 Verkaufsstellen müssten sich gegen 15.000 preisaggressive Discounter, 18.000 Supermärkte und 15.000 Back-Discounter und Aufback-Stationen behaupten. Dazu komme, dass sich die großen Hotels ihre Frühstücksbrötchen von einem darauf spezialisierten Teigling-Hersteller tiefgekühlt liefern ließen und diese frühmorgens selbst aufbacken würden. Rund 60 Prozent der Brote würden im Lebensmittelgeschäft oder Discounter verkauft. Eindringlich warnte der Referent die bodenständigen Bäcker davor, versuchen zu wollen, mit der Brotindustrie in einen Preiskampf zu treten, „den verlieren Sie haushoch“. Vor allem auf der regionalen Schiene zu fahren, sei fürs Bäckerhandwerk Erfolg versprechend. Laut einer Untersuchung würden 65 Prozent der Verbraucher regionale Produkte bevorzugen. Gerade die Bäckereien seien doch prädestiniert dafür, Regionalität zu garantieren, erklärte der Experte. „Und das müssen Sie Ihren Kunden auch sagen“. Die Branche solle häufiger öffentlichkeitswirksame Werbeaktionen durchführen, etwa Backen auf dem , oder nach alten Rezepturen in Vergessenheit geratene Backspezialitäten herstellen und auch auf diese Weise die Regionalität hervorheben.

Ähnlich hatte sich zuvor schon Obermeister Martin Reinhard (Knittlingen) in seinem Eingangsstatement geäußert, der seinen Kollegen empfahl, die Kunden doch öfters in die Backstube schauen zu lassen, „das ist Öffentlichkeitsarbeit, das ist unsere Zukunft“. Neben der Qualität müsse es aber auch in der Backstube mit der Sauberkeit und stimmen, „damit es uns nicht wie trifft“. Auch für den neuen Landesinnungsmeister waren „gute Rohstoffe“ und „Qualität“ zentrale Stichworte in seinem Grußwort.

In der Berufsausbildung will die Innung zusammen mit der Alfons-Kern-Schule einen Modellversuch starten und den Berufsschulunterricht im zweiten und dritten Ausbildungsjahr im zweiwöchigen Rhythmus als dreitätigen „Miniblock“ gestalten. Davon verspricht sich Fachlehrer Michael Niedoba etliche Vorteile – praktischer und theoretischer Unterricht ließe sich besser verzahnen, der Schlafrhythmus der jungen Leute werde weniger unterbrochen, und bei drei Tage Unterricht in Folge bleibe mehr im Kopf hängen.

Die Inhaberin eines Betriebs machte darauf aufmerksam, dass es dann aber Problem mit dem Freizeitausgleich für die Samstagsarbeit bei den jugendlichen Auszubildenden geben werde, alle übrigen Meisterkollegen stimmten dem Probelauf zu, der im kommenden Schuljahr beginnen soll.


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