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HwK Koblenz unterstützt Flutopfer auf Sri Lanka

Koblenz/Colombo (p). Die Flut in Südost-Asien hat Tod und Zerstörung gebracht. Tausende Menschen haben ihr Heim verloren, hunderte Betriebe sind als existenzielle Lebensgrundlage ein Opfer der Wassermassen geworden. Die Bilder aus dem Fernsehen gehen um die Welt, schockieren auf der einen Seite, beeindrucken auf der anderen Seite, weil die Naturkatastrophe Menschen aus aller Welt mit ihrem Wunsch nach Hilfe zusammenrücken lässt. Die Handwerkskammer Koblenz ist seit zwei Jahren durch ein Projekt mit einem der betroffenen Länder, Sri Lanka, besonders verbunden. Auf dem Inselstaat an der Südspitze Indiens arbeitet die HwK mit Handwerksorganisationen zusammen. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe beim Auf- und Ausbau handwerklicher Strukturen, die Stärkung der handwerklichen Wirtschaftskraft wie auch die berufliche Bildung und Qualifizierung, von der nicht nur die Handwerker und ihre Familien, sondern das ganze Land profitiert.

Verlässlich in kritischer Situation

Ein Partnerschaftsprojekt, das mit seinen Inhalten auch in anderen Ländern Asiens erfolgreich ist. Und doch ist die Situation seit dem 26. Dezember 2004 in Sri Lanka völlig anders. „Wir sind nicht nur ein verlässlicher Partner, wenn die Sonne scheint“, unterstreichen HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert mit Blick auf die Unterstützung, die jetzt eine völlig neue Dimension erfährt. „Wir haben zusammen mit unseren Partnern in verschiedenen Ländern sicher schon einige kritische Situationen gelöst, aber eine solche Katastrophe, die auch beim Handwerk, bei den Handwerkern und ihren Familien tiefe Spuren hinterlassen hat, gab es noch nicht. Wir werden schnell und unkompliziert auf die neue Lage reagieren und mit vielen deutschen Partnern über unser Projekt in Sri Lanka den Menschen ganz konkrete Hilfe anbieten“, macht die HwK-Spitze deutlich.

Projekte mit Sri Lanka

Dabei erfährt die Handwerkskammer Koblenz eine breite Unterstützung aus dem Handwerk – von den Innungen bis zu einzelnen Betrieben, die helfen wollen. „Wir stehen außerdem in einem engen Austausch mit der Politik“, so die HwK. Finanziell gefördert wird das Partnerschaftsprojekt mit Sri Lanka über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), abgewickelt über die Stiftung für wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Qualifizierung (SEQUA).

„Mit diesen Partnern haben wir unmittelbar nach der Naturkatastrophe beraten, wie wir die Hilfe den aktuellen Ansprüchen anpassen können. Schnell waren sich dabei alle einig, dass unsere Projektarbeit um neue Inhalte erweitert werden muss“, so Scherhag und Wilbert, die darüber hinaus in engem Kontakt mit der rheinland-pfälzischen Landesregierung stehen. „Es geht uns parallel zu den bisherigen Aufgaben um eine langfristige Hilfe beim Neuaufbau von Häusern und Unternehmen, um die Schaffung einer Infrastruktur. Dabei wollen wir natürlich die berufliche Ausbildung als Grundlage für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung nicht aus den Augen verlieren.“.

Hilfe aus den Innungen

Sehr schnell haben auch Innungen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz auf die Flut reagiert und ihre Unterstützung über das HwK-Wirtschaftsprojekt angeboten. Die Koordination der Hilfe beim Wiederaufbau vor Ort organisiert das HwK-Projektbüro in der Hauptstadt Sri Lankas, Colombo. Dort arbeitet mit Peter Rechmann ein Experte der Handwerkskammer, der seit fast zwei Jahren das Partnerschaftsprojekt mit den Handwerksorganisationen im Land koordiniert. Er und seine Mitarbeiter kennen die Situation im Land, wissen, wie die Hilfe da ankommt, wo sie dringend gebraucht werden. Nach den ersten Absprachen mit den Partnern des Sri Lankeser Handwerks weiß er auch, dass die Auswirkungen auf das Handwerk und die Menschen dahinter im Süden und Osten besonders stark sind. Ähnlich kritisch ist die Situation in den Betrieben in und um die Städte der Ostküste Trincomalee, Batticaloa, Ampara, und Jaffna.

Für die Handwerkskammer Koblenz eine Verpflichtung, die sich in konkreter Hilfe widerspiegeln wird. „Wir sind mit den Verantwortlichen vor Ort in Gesprächen zu Kreditfinanzierungsprogrammen als Aufbauhilfe für die Betriebe, der Einrichtung einer externen Beratung und dem Aufbau eines zusätzlichen Serviceangebotes in allen Fragen, die sich mit der Existenzgründung oder dem Wiederaufbau befassen. Doch auch bei den ganz einfachen Fragen einer Rückkehr zum alltäglichen Leben wollen wir uns einbringen - dazu zählt u.a. die Suche nach Unterkünften für die betroffenen Handwerker und ihre Familien.“

Infos und Spendenadresse

Wer das Hilfsprogramm der Handwerkskammer Koblenz und seiner Partner in Sri Lanka beim Wiederaufbau unterstützen will, kann mit einer Spende helfen:

Ost-West GmbH der Handwerkskammer Koblenz bei der

Sparkasse Koblenz, Kto-Nr.: 114 066,

Bankleitzahl 570 501 20,

Stichwort „Sri Lanka“.

Informationen zur Hilfe über das HwK-Partnerschaftsprojekt in Sri Lanka gibt die Handwerkskammer Koblenz, Tel.: (0261) 398-163,

Internet: www.hwk-koblenz.de

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