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Neue Meister in Hannover

Erleichtert und stolz nach dem Prüfungsstress: Die erfolgreichen Teilnehmer des vergangenen Meisterkurses in der
ADB-Bäckerfachschule Hannover erhalten ihren Meisterbrief.  (Quelle: BIV/hmsmedien)+
Erleichtert und stolz nach dem Prüfungsstress: Die erfolgreichen Teilnehmer des vergangenen Meisterkurses in der ADB-Bäckerfachschule Hannover erhalten ihren Meisterbrief. (Quelle: BIV/hmsmedien)

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Zwölf Bäckergesellen bestehen Meisterprüfung / Verpflichtung, sich handwerklich weiterzubilden

Niedersachsen Zwölf Bäckergesellen haben vor dem Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer ihre Prüfung bestanden. In einer Feierstunde im Bäckeramtshaus wurden sie schließlich in den Meisterstand erhoben.

Den Jungmeistern, aber auch ihren Angehörigen und dem Lehrerkollegium der Bäckerfachschule Hannover gratulierte Stefan Schostok, Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt. Denn dass das 17-wöchige intensive Lernen zu dem Meisterabschluss geführt habe, sei auch der Fürsorge der Familien und Freunde sowie dem Einsatz der Lehrkräfte zu verdanken. Die Prüfung allerdings hätten die Bäckergesellen alleine vor dem Prüfungsausschuss durchstehen müssen.

Für Oberbürgermeister Schostok, der erst seit wenigen Monaten im Amt ist, war der Besuch dieser Meisterfeier eine Premiere. Er betonte, die Bäckerfachschule trage zur Qualität Hannovers als Wirtschaftsstandort mit guter Infrastruktur und umfassendem Bildungsangebot bei. Das Handwerk generell und das Bäckerhandwerk als Teil der Versorgungsinfrastruktur für die Bevölkerung sei für die Stadt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Landesinnungsmeister Karl-Heinz Wohlgemuth erinnerte die Teilnehmer der Feierstunde daran, dass die Meisterprüfer ihre Aufgabe ehrenamtlich erfüllen. Den Ausschussmitgliedern sprach Schostok für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit Dank und Anerkennung aus. Der Präsident der Handwerkskammer Hannover Walter Heitmüller beglückwünschte die frisch gebackenen Meister zum vorläufig erreichten Karriereziel. Der Meisterbrief sei für Verbraucher ein Qualitäts- und Vertrauenssiegel. Es bedeute aber zugleich eine Verpflichtung, sein handwerkliches Können durch stetige Weiterbildung auf dem neusten Stand zu halten.

Neben seiner Gratulation an die Jungmeister sprach sich Wohlgemuth dafür aus, dass unausgereifte politische Beschlüsse nicht weiterverfolgt werden dürften. Als Beispiele nannte er seine Befürchtung, dass der deutsche Meisterbrief durch die EU abgewertet werde. Weiterhin warnte er davor, die Kosten für die Lebensmittelüberwachung allein auf die Betriebe abzuwälzen. Dies werde in Niedersachsen angestrebt.

Gegen Kontrollgebühren

Weder die handwerkliche Lebensmittelproduktion noch der Verzehr der Produkte sei risikobehaftet, widersprach Wohlgemuth der Begründung des Ministeriums, um die Gebührenordnung durchzusetzen. Während das niedersächsische Verbraucherministerium Misstrauen schüre, zeigten die Verbraucher durch ihre Einkäufe täglich aufs Neue den Lebensmittelherstellern ihr Vertrauen. Es sei „erstaunlich, wie weit sich Regierungshandeln vom Bürger- beziehungsweise Wählerwillen“ entfernt habe“, kritisiert Wohlgemuth.

Innungsverband und Bäckerfachschule dankten dem Kammerpräsidenten für die langjährige Unterstützung des Bäckerinnungsverbands durch die Kammer und überreichten ihm einen traditionellen Brotkorb. Kammerpräsident Heitmüller scheidet im Mai aus dem Amt. Stefan Schostok, als neuer Repräsentanten der Landeshauptstadt überreichten Wohlgemuth und Verbandsgeschäftsführerin Bettina Emmerich-Jüttner ihm ebenfalls einen Brotkorb.

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