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Neue Meister hat das Land

Eine Gruppe der künftigen Meister in der Lehrbackstube der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Straubing.
Links Ausbilder Gerhard Schuldhaus, rechts Lehrgangsleiter Egbert Huber. Foto: Schuller+
Eine Gruppe der künftigen Meister in der Lehrbackstube der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Straubing. Links Ausbilder Gerhard Schuldhaus, rechts Lehrgangsleiter Egbert Huber. Foto: Schuller

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Bayern

24 Kandidaten aus Südbayern haben in Straubing die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk absolviert - mit Leistungen auf hohem Niveau.

Der Meistertitel im Bäckerhandwerk ist die Basis für beruflichen Erfolg, deshalb streben nach wie vor viele ehrgeizige junge Handwerker diese Qualifikation an. In Straubing stellten sich kürzlich wieder 19 Bäckergesellen und fünf Gesellinnen dem Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und bewiesen Können, Kreativität und Leistungsfähigkeit. „Gute Leistungen auf hohem Niveau im praktischen Teil“, stellte Kurt Negele, Vorsitzender der Prüfungskommission, fest.

Aus ganz Südbayern waren die Kandidaten nach Straubing gekommen, um sich drei Monate lang auf die Meisterprüfung vorzubereiten. Sie wurden von Egbert Huber (Lehrgangsleiter), Gerhard Schuldhaus, Manfred Sagstetter und anderen Dozenten intensiv für die praktische und fachtheoretische Prüfung unterrichtet. Alljährlich nehmen in Straubing rund zwei Dutzend Bäcker und Bäckerinnen am Vorbereitungslehrgang teil, der ihnen Fachwissen, kaufmännische und rechtliche Grundkenntnisse sowie Ausbildungskompetenz bringt und stellen sich anschließend der Meisterprüfung. Die anderen Teile der Meisterprüfung – Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik – hatten die Kandidaten bereits andernorts absolviert.

In der dreitägigen Meisterprüfung (zwei Tage Praxis, ein Tag Theorie) in der modernen Lehrbackstube der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Straubing mussten die Gesellen aufzeigen, dass sie ihr Handwerk perfekt beherrschen, meisterhafte Leistungen vollbringen können und auch fähig sind, Neues zu schaffen.

Während des praktischen Prüfungsteils – ein Tag war für die Arbeitsprobe, der andere für die Herstellung des Meisterstücks vorgesehen – mussten die Gesellen beweisen, dass sie hohen fachlichen Anforderungen gerecht werden. Die Aufgaben sind umfangreich; so war vom Schwerpunktthema Natursauerbrot über Spezialbrote und vielerlei Weizenkleingebäck bis hin zur Feinbäckerei (Festtagstorte nach eigener Wahl mit passenden Creme- und Sahnedesserts) großes Können verlangt. Mit den angefertigten Backwaren und dem Schaustück als Meisterarbeit war ein Schaufenster zu einem Thema nach freier Wahl zu gestalten. Weiter wurden Kenntnisse im Verkauf einschließlich Verpackungstechniken und Kundenberatung geprüft.

In der Theorie waren unter anderem im Fach technische Mathematik die Nährwerte verschiedener Produkte sowie die Rezeptur eines Sauerteigs und einer Brezenlauge zu berechnen. In der Fachtechnologie mussten Mehlanalysen und chemisch-physikalische Vorgänge beim Backprozess erläutert werden. Detailliertes Wissen über Rohstoffe sowie Betriebs- und Verkaufspsychologie sowie Kenntnisse in Kalkulation und EDV gehörten weiter zum Prüfungsstoff.

Den Meistertitel strebten die Kandidaten aus unterschiedlichen Gründen an. Einige übernehmen den elterlichen Betrieb, andere wollen sich selbstständig machen oder auch als angestellte Backstubenleiter weiterarbeiten. Aber allen steht mit ihrem tatsächlich selbst gebackenen Meistertitel eine gute berufliche Zukunft offen.

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