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Neue Meister hat das Land

Die Absolventen des Meisterkurses mit Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter, stellv. Landesinnungsmeister Manfred Gebel (von rechts), Schulleiter Arnulf Kleine, stellv. Schulleiter Henrik Passmann und Fachlehrerin Gisela Wuschko (von links).+
Die Absolventen des Meisterkurses mit Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter, stellv. Landesinnungsmeister Manfred Gebel (von rechts), Schulleiter Arnulf Kleine, stellv. Schulleiter Henrik Passmann und Fachlehrerin Gisela Wuschko (von links).

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Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks in Lochham verabschiedet den „Kurs des Vorsprungs“ mit 18 Jungmeistern, darunter eine Dame

Es ist geschafft. 18 Absolventen der des bayerischen Bäckerhandwerks in Lochham haben ihre knapp sechsmonatige Meisterausbildung erfolgreich abgeschlossen. Das ist jetzt im Rahmen einer Abschlussveranstaltung gebührend gefeiert worden. Schulleiter Arnulf Kleinle nannte den verabschiedeten Meisterkurs M176 in seinem Resümee den „Kurs des Vorsprungs“.

Seine Teilnehmer hätten sich stets durch eine besondere Fähigkeit zur Selbstkritik und die aktive Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten ausgezeichnet: „Diese Eigenschaften haben wir bei vielen anderen Kursen vermisst.“ Die Festrede hielt – wie gewohnt – Manfred Gebel. Er trug einen Großteil seiner Laudatio in Versform vor. Dies war quasi sein Abschiedsgeschenk; da er sein Amt als stellv. Landesinnungsmeister zur Jahresmitte aufgeben wird, war es seine (vorerst) letzte Festrede vor einem Lochhamer Meisterkurs.

Aus aktuellem Anlass ging Gebel auch auf das Thema der Betriebshygiene ein und betonte nachdrücklich, dass die Gewährleistung von hygienisch einwandfreien Verhältnissen in den Produktionsräumen keine Frage der Betriebsgröße sei. „Hygiene ist eine zentrale Aufgabe für jeden Betriebsinhaber.“ Trotzdem sei es ein wichtiges Anliegen für die Handwerksbäcker, den Verbrauchern klar zu machen, wodurch sich das Bäckerhandwerk von industriellen Backwarenproduzenten abhebe. Als Unterscheidungskriterien nannte Gebel vor allem den Einsatz von fachlich ausgebildetem – und somit teurerem – Personal, die Verwendung von betriebsindividuellen Rezepturen, ein qualitativ hochwertiges und breites Backwarensortiment und die persönliche Verantwortung des Betriebsinhabers, der mit seinem guten Namen einsteht.

Schulleiter Arnulf Kleinle verwies in seiner Ansprache auf die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens und mahnte die Jungmeister: „Wenn Sie nach einer gewissen Zeit immer noch am selben Punkt stehen wie alle anderen, dann ist der Vorsprung, den Sie sich in Ihrer Ausbildung hart erarbeitet haben, verloren. Denken Sie auch daran: Für einen Vorsprung ist nicht nur fachliches Können von Bedeutung, sondern auch menschliche Reife und überlegtes Handeln.“

Danach zog Kurssprecher Christian Geißlinger eine Bilanz aus der Sicht der Absolventen und dankte den Fachlehrern der für die hervorragende Betreuung. Das Lochhamer Fachlehrerteam besteht aus Arnulf Kleinle (Schulleiter) Henrik Passmann (stellv. Schulleiter) und Gisela Wuschko (Fachlehrerin). Die darauf folgende Überreichung der Meisterprüfungszeugnisse stellte den offiziellen Höhepunkt der Veranstaltung dar: Der Vorsitzende der Meisterprüfungskommission, Helmut Wiedemann von der Bäko München und Manfred Gebel freuten sich, damit auch die Meisterbriefe aushändigen zu können.

Immer mehr jungen Bäcker wollen nach der Meisterprüfung noch an einer Fachhochschule oder Universität studieren.
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