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Nahversorger nicht aushungern


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vorarlberg

Bregenz (rgb). Die geplanten Ladenöffnungszeiten machen die Nischenvorteile der Vorarlberger Bäcker streitig, befürchtet Innungsmeister Kurt Kainz: „Die von Minister Bartenstein geplante Ausdehnung der Wochenöffnungszeit von 66 auf 72 Stunden stellt einen Anschlag auf die handwerklichen Bäcker dar. Damit wird ihnen von den Handelsketten das Frühgeschäft, der einzig noch verbliebene Nischenvorteil, streitig gemacht.“

Die Ausdehnung stellt eine neuerliche ernsthafte Gefährdung der Bäckerbetriebe dar, da die Handelsketten sich Umsatzzuwächse durch das Frühgeschäft erwarten. Die längere Wochenöffnungszeit von 72 Stunden würde die Beibehaltung der bisherigen Öffnungszeit am Abend und zusätzlich eine um 1 Stunde frühere Ladenöffnung am Morgen ermöglichen.

Haben die Bäcker durch den Run auf die Handelszentren seit Jahren mit Umsatzeinbußen und den exorbitant hohen Fixkosten zu kämpfen, so bedeutet jeder weitere Umsatzverlust eine Gefährdung vieler Bäckerbetriebe und damit auch der Nahversorgung.

„Seit Jahren werden von Regierungsvertretern die Rahmenbedingungen zu Gunsten der großen Handelsketten gestaltet und die Bekenntnisse für die Nahversorgung sind leider nur leere Worthülsen“, so der Innungsmeister.

Er appelliert an die Politiker, die Nahversorger nicht komplett auszuhungern. Die Politik muss sich entscheiden, ob Nahversorgung ein Stück Lebensqualität bedeutet und damit auch schützenswert ist. Dann müssen aber die Rahmenbedingungen auch entsprechend nahversorgerfreundlich gestaltet werden. In diesem Zusammenhang sind auch die Familienstrukturen der heimischen Bäckerbetriebe zu berücksichtigen.

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