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Mit Qualität erfolgreich durchs Jahr

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Es gibt sie noch – Bäcker, die auf gesundes Wachstum setzen können

Stuttgart (rs). Das neue Jahr, ein fast unbeschriebenes Blatt, bietet sich gut für Umfragen der verschiedensten Art an. So hat die ABZ drei Bäckereiunternehmen in unterschiedlichen Standorten und Regionen befragt. Wissen wollten wir, wie die persönlichen Geschäftserwartungen sind. Was vordringlich von der Handwerkspolitik des ZDH erwartet wird, welche Dringlichkeiten auf Landesinnungsebene vorne anstehen und was von der Bundesregierung erstrangig gefordert wird.

Für den sächsischen Landesobermeister Michael Wippler hat sich rückblickend das vergangene Geschäftsjahr an seinen fünf Standorten gut entwickelt. So wurde zum Beispiel bei gleichen Preisen der Umsatz und die Kundenzahl sogar gesteigert. „Für das neue Jahr wollen wir das innere Wachstum in Produktion und Verkauf weiter optimieren“, gibt Michael Wippler das Ziel fürs Jahr 2005 vor.

Wer sich ständig bemüht, Spitzenqualität zu produzieren und Verkaufskompetenz beweist, dem braucht es nach Ansicht des Landesobermeisters nicht bange vor der Zukunft zu sein. „Obwohl sich unsere Filialen in der Dresdener Stadtrandlage befinden, gibt es bei uns keine Aktionspreise, wir wollen uns anders als die Discounter disponieren. Diese Fachgeschäfts-Strategie akzeptieren unsere Kunden“, so Michael Wippler.

Vorbereitungen für den Wechsel zur vierten Bäckergeneration werden in 2005 eingeläutet und langfristig verfolgt, so der vorausschauende Landesobermeister im Gespräch. Vom Zentralverband des Deutschen Handwerks wünscht sich Michael Wippler, dass die neuen Strukturen greifen und die Interessenvertretung pragmatisch auf die Politik einwirkt. Das sächsische Handwerk müsse weiterhin bereit sein, über die eigenen Interessen hinaus sehen um handwerkspolitisch das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.

Bundespolitisch wünscht sich Wippler von Berlin ein Weniger an Regulierung und ein Mehr an Eigenverantwortung für den so genannten mündigen Bürger. „Meine Arbeit hat sich in den letzten Jahren immer mehr von der Backstube ins Büro verlagert, doch um kreativ zu bleiben, ist mir die Praxis wichtiger denn je, denn innovative Backwaren sind die beste Antwort des Fachgeschäfts im Kampf um den Kunden“, so der sächsische Landesobermeister.

Bäcker- und Konditormeister Hermann Markus Häussler aus Osterberg bei Memmingen konnte in den zurückliegenden Jahren auf ein gesundes Wachstum zurückblicken. Das kommende Geschäftsjahr sieht der junge Unternehmer mit seinen 11 Verkaufsstandorten und dem mobilen Verkauf positiv. „Jammern ist nicht meine Sache und ich gehöre auch nicht zu denen, die permanent nach den Handwerksorganisationen rufen. Meine Mitarbeiter geben ihr Bestes, und das gesamte Unternehmen lernt ständig dazu. Natürlich ist das Tempo hoch, aber damit haben schließlich alle in der Branche zu Kämpfen. Die Zukunft wird grundsätzlich nicht von den ewig jammernden gemacht, sondern von denen die auch in schwierigen Zeiten positive Akzente setzen“, so Häussler..

„Von der Bundesregierung haben wir in der Zwischenzeit mehr gesehen, als man von einer Rot-Grünen Koalition erwarten konnte. Mich frustriert eher die Arbeit der Opposition, die anscheinend nicht in der Lage ist, tatsächlich ernstzunehmende Alternativen sowohl personell als auch inhaltlich zu bieten. Ein echter Lichtblick für mich ist der erfrischend agierende Bundespräsident Horst Köhler samt seiner Ehefrau!“

Der hessische Landesinnungsmeister Klaus Hottum, aus Rüsselsheim erreichte im vergangenen Jahr mit seinen 25 Verkaufsstandorten einen Umsatz von 10Mio. Euro. Dieses gute Ergebnis führt er nicht nur auf seine guten und gleich bleibenden Qualitäten zurück, sondern auch auf ein transparentes und effizientes Kostenmanagement, bei dem man sofort erkennt, wie und wo man gegensteuern muss. „Erfreulich ist für uns, dass wir bei gleicher Verkaufsfläche eine leichte Umsatzsteigerung in 2004 verzeichnen konnten. Für 2005 wollen wir mit weiteren innovativen Produkten punkten, im Verkauf unsere Kompetenz als Fachgeschäft festigen und unseren Umsatz steigern, “ erläutert Klaus Hottum im Gespräch mit der ABZ.

Den Neuanfang im ZDH mit schlankerer Struktur sieht der Landesinnungsmeister positiv. „Die Interessen des Handwerks sollten noch stärker und pragmatischer mit „einer Stimme“ vorangebracht werden. Dies muss sich in den Fachverbänden und auf Landes- und Innungsebene fortsetzen, um zu mehr Effizienz zu gelangen“, so das Credo Hottums.

Von Berlin wünscht sich Klaus Hottum im neuen Jahr, dass parteiideologische Querelen aufhören, um schneller zu ideologiefreien, sachbezogenen und klaren politischen Entscheidungen zu kommen, welche dringlich erforderlich sind, um den viel gesuchten Silberstreif am Wirtschafthorizont deutlicher zu erkennen.

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