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Mayers Lieblinge unter lauschigem Sommerwald

Die abgestufte Decke mit Holzrahmen und dem Blick in die Baumwipfel lässt den Raum größer erscheinen. (Quelle: Hart)+
Die abgestufte Decke mit Holzrahmen und dem Blick in die Baumwipfel lässt den Raum größer erscheinen. (Quelle: Hart)

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Café-Bäckerei Mayer legt den Fokus auf ein Wohlfühl-Ambiente für die Kunden / Generationswechsel: Sina Mayer neue Geschäftsführerin

Von Sylvia Hart

Baden & Württemberg Köngen Es kommt einem vor, wie ein Waldspaziergang an einem schönen Sommertag: Der Besuch im Café Mayer in Köngen. Schaut der Gast an die Decke, blickt er direkt in den Wald. Ein echter Hingucker ist die dort angebrachte Fototapete, die helles Holz umrahmt.

Die im September 2016 eröffnete Filiale trumpft mit dem Thema „Hirschgarten“ auf. „Die Straße, an der sich die Filiale befindet, heißt Hirschgarten. Wir haben uns darauf eingeschossen“, sagt Sina Mayer (31), die seit diesem Jahr die Geschäftsleitung der Bäckerei Mayer, zusammen mit ihrem Ehemann Benjamin (32), von ihren Eltern übernommen hat.

Konzepte zusammen mit

Ladenbauer entwickelt

Das Waldkonzept der wurde in Zusammenarbeit mit der Konzeptwerkstatt Merge erarbeitet. Mayer: „Der Ladenbauer bringt die Ideen, wir stimmen das ab. Die Farbauswahl Rot und Grün sowie das Holz sollen das Thema Wald widerspiegeln. Rot ist auch unsere Farbe, die sich in unserem Logo findet.“

Die Bäckerei Mayer betreibt 43 Fachgeschäfte, davon 25Cafés um Stuttgart herum, im Landkreis Göppingen bis in den Schwarzwald hinein. Auch die zuletzt eröffnete Filiale in Wolfschlugen ist themenorientiert. Da das Gebäude vorher eine alte Backstube war, ist auch die Einrichtung entsprechend gestaltet.

Neue Stammkunden

gewonnen

Und wie kommen die Themencafés bei den Kunden an? „Wir haben das Gefühl, dass sich die Kunden bei uns wohlfühlen. Die Verkäuferinnen geben uns das Feedback, dass die Kunden die Einrichtung loben. Wir haben viele Stammkunden gewonnen,“ sagt Mayer und findet, dass solche Themenkonzepte für den Erfolg im Bäckerhandwerk wichtig sind: „Wir wollen nicht austauschbar sein.“

Fleischgerichte

passen nicht

Der Verkauf von steht aber im Vordergrund: „Wir sind von Haus aus Bäcker.“ Daher gebe es mittags nur, was zum Bäcker passe, also keine Fleischgerichte. Das sei nicht die Kernkompetenz des Bäckers, dessen Glaubwürdigkeit beim Verkauf von Fleischgerichten leiden würde. Daher werden überbackene Snacks, Pizza oder belegte Brötchen angeboten.

Daneben gibt es klassische Backwaren, die als Marke verkauft werden. „Das sind die ‚Mayers Lieblinge‘. Zum Beispiel die Königsbrezel oder den Mayer-Laib. Diese Produkte müssen immer vorrätig sein. Wir legen Wert auf die Backwaren und das Brot. Das ist uns wichtiger als das Kaffeekonzept“, so die 31-Jährige.

Erst das Brot,

dann der Kaffee

Darum seien die Läden immer so gebaut, dass der Kunde auf das Brotregal zulaufe und dann erst den Kaffeebereich sehe.

Dabei müsse der Kaffee den gleichen Qualitätsstandard erfüllen wie die Backwaren, die ohne Backmittel, Backmischungen oder Zukäufe auskommen. Auch im Konditoreibereich gebe es keine Convenience-Produkte. Eierlikör, Cremes und Fonds würden selbst produziert.

Rote Karte für

Plastikbecher

Seit November 2016 hat die Bäckerei Mayer auf Fairtrade-Kaffee umgestellt. „Es geht uns mit der Umstellung darum, im Bereich Nachhaltigkeit weiterzukommen. Wir versuchen, Kaffeeplastikbecher abzuschaffen“, sagt Mayer.

Seit September 2016 gibt es Porzellanbecher mit dem Logo der Bäckerei zu kaufen, den Kunden in jeder Filiale wieder auffüllen lassen können. Der Becher kostet acht Euro. Beim Kauf ist die erste Tasse Kaffee gratis.

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