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Lobbyarbeit und Marketing bieten Perspektiven

Engagierter Vorstand (von links): Geschäftsführer Nikolaus Junker, Landesinnungsmeister Hans-Joachim Blauert, Werner Klinkmüller, Hartmut Spaethe, Schatzmeister Harald Prohassek, Rolf-Michael Schmidtke und Uwe Mahlkow.  (Quelle: Schlag)+
Engagierter Vorstand (von links): Geschäftsführer Nikolaus Junker, Landesinnungsmeister Hans-Joachim Blauert, Werner Klinkmüller, Hartmut Spaethe, Schatzmeister Harald Prohassek, Rolf-Michael Schmidtke und Uwe Mahlkow. (Quelle: Schlag)

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Landesinnungsverbands Berlin-Brandenburg setzt auf öffentlichkeitswirksame Auftritte und beim Delegiertentag auf inspirierenden Vortrag

„Das ist der beste Beweis dafür, dass Regionalität und Spezialität zusammengehen“, betonte Jürgen Rose mit Blick auf fast 2600 registrierten Brotsorten in Deutschland. Aber um die zahlreichen Probleme der backenden Zunft zu lösen, bedarf es aus seiner Sicht zahlreicher Netzwerkkontakte und einer aktiven Verbandsarbeit, ergänzte der Präsident in seinem Grußwort zum Auftakt des Delegiertentags des Bäckerinnungsverbands Berlin-Brandenburg.

Als Beispiele für die aktuellen Herausforderungen der Branche nannte Landesinnungsmeister Joachim Blauert die durch den Atomausstieg und die Spekulationen auf dem Weltmarkt verursachten hohen Energie- und Rohstoffpreise, den viel diskutierten im Brot, die drohende Hygieneampel und die den Mittelstand durch Basel III treffende Kreditklemme. Wie Hans-Joachim Blauert weiter darlegte, hat der Zentralverband erneut großes und eine erfolgreiche Lobbyarbeit bewiesen.

Von der im Herbst 2011 in Lübeck beschlossenen engen Zusammenarbeit der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks erhoffen sich die Zünfte positive Synergieeffekte. Auch die intensive Arbeit der Werbegemeinschaft, darunter die Fortsetzung der Nachwuchs- und Frühstückskampagnen sowie deren Einbeziehung in die sozialen Netzwerke, lobte Blauert. Für den Landensverband Berlin-Brandenburg mit 387 Mitgliedsbetrieben konstatierte Hans-Joachim Blauert eine insgesamt erfolgreiche öffentlichkeits- und medienwirksame Arbeit.

In enger Kooperation mit der Akademie des deutschen Bäckerhandwerks Berlin-Brandenburg wurden auf verschiedenen Messen und Ausstellungen hochwertige Backwaren beworben. Mit einer Gläsernen Backstube, Beteiligungen in Länderhallen und Events wie der Verleihung der Goldenen Brezel an 19 Berliner Handwerksbäcker und der Demonstration der deutschen Brotvielfalt fungierte die Internationale Grüne Woche erneut zu einem erfolgreichen Werbepodium für die Bäckerzunft.

„Jüngere Konsumenten kaufen seltener beim Bäcker ein als die ältere Generation. Zusätzlich sind Discounter mit vermeintlichen Frischebackwaren auf der Jagd nach neuen Käuferschichten“ griff Geschäftsführer Nikolaus Junker einige Markttrends auf. Dem müsse das Backhandwerk mit Sortimentsanpassungen und kreativen Produkten, z.B. im Snackbereich, begegnen, so Junker.

Unter dem Motto: „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ steuerte Metzgermeister Claus Böbel aus dem fränkischen Rittersbach originelle Ideen zum Thema bei. Zusammen mit Ehefrau Monika führt er in zweiter Generation sehr erfolgreich eine Fleischerei. Beachtliche 30 Prozent seines Umsatzes macht das engagierte Ehepaar über einen Online-Shop mit regionalen Spezialitäten. Das Internet böte auch dem backenden Handwerk einen neuen Kundenkreis und einen höheren Bekanntheitsgrad, unterstrich der Referent in seinem unterhaltsamen Vortrag.


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Geschäftsführung und Gesamtvorstand des Verbandes. Neu im Vorstand: Volker Lutz (r.) und Marcus Staib (4. v. r).
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