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Lebensmittelhygiene ist Chefsache

Rund 90 Teilnehmer zeigen großes Interesse an den Themen der dritten
Hygiene-Fachtagung des Bäckerinnungsverbands.  (Quelle: BIV/hmsmedien)+
Rund 90 Teilnehmer zeigen großes Interesse an den Themen der dritten Hygiene-Fachtagung des Bäckerinnungsverbands. (Quelle: BIV/hmsmedien)

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BIV-Fachtagung verdeutlicht die große unternehmerische Verantwortung

Niedersachsen-Bremen Sind die Besuche der Lebensmittelkontrolleure in den Backstuben und Verkaufsräumen Schikane oder – auch im Sinne der Bäcker-Unternehmer – sinnvoll zu begründen? Damit beschäftigte sich die 3. Fachtagung für Lebensmittelsicherheit und betriebliche des Bäckerinnungs-Verbandes Niedersachsen/Bremen (BIV) in Verden. Mit rund 90 Teilnehmern aus Bäckereien, Zulieferunternehmen wie Bäkos sowie Lebensmittelüberwachungsbehörden war die Veranstaltung äußert gut besucht. Sie nahmen als Quintessenz mit nach Hause, dass die staatliche nicht gegen den Lebensmittelhandwerker generell, sondern nur gegen „schwarze Schafe“ ermittelt, die korrekt arbeitenden Betriebe unterstützt und Verbraucher vor Gesundheitsgefährdungen schützt.

Die eigentliche Hygienekontrolle müsse der Backbetrieb selbst ausführen, betonte Martin Müller, Bundesverband-Vorsitzender der Lebensmittelkontrolleure (BVLK). Er erläuterte anhand prägnanter Beispiele, dass die Anwendung des HACCP-Konzeptes und eine ausführliche Dokumentation wichtige Voraussetzungen für die Beurteilung durch die Kontrollbehörden sind. Der Bäcker-Unternehmer tue gut daran, alle Mitarbeiter vom Sinn der akribischen Eigenkontrolle zu überzeugen. Im Sinne des Verbraucherschutzes und zum Schutz der verantwortungsvoll handelnden Lebensmittelbetriebe vor im Wortsinne „schmutziger“ Konkurrenz befürwortete Müller die Einführung eines „Hygiene-Smileys“ oder „Kontroll-Barometers“ im Blickfeld des Kunden und ebenso die Veröffentlichung auffällig gewordener Betriebe im Internet. Daniel Schneider, beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks juristischer Experte für , verdeutlichte, dass die neuen Gesetzesbestimmungen wegen inhaltlich-handwerklicher Fehler von vielen Gerichten „einkassiert“ worden seien. Ohnehin stehe für die Bäcker das Wohl des Verbrauchers im Vordergrund. Der dürfe nicht über Zutaten und Rezepturen getäuscht werden und könne zu Recht erwarten, dass bei der Produktion die betriebliche Hygiene eingehalten werde.

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