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Kuchenstreit ist Werbung fürs Bäckerhandwerk

In seinem Bericht an die sächsischen Obermeister ging Landesobermeister Roland Ermer auf aktuelle Probleme und künftige Aufgaben des Bäckerhandwerks ein, die nur mit der Kraft aller Innungsbetriebe gelöst werden können.  (Quelle: Salden)+
In seinem Bericht an die sächsischen Obermeister ging Landesobermeister Roland Ermer auf aktuelle Probleme und künftige Aufgaben des Bäckerhandwerks ein, die nur mit der Kraft aller Innungsbetriebe gelöst werden können. (Quelle: Salden)

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Obermeistertagung in Sachsen mit Streuselkuchen, Sachsenback und Jubiläum der Innung Dresden als Kernthemen

Sachsen Sachsens Landesobermeister und Bäckermeister Michael Tschirch, Obermeister der Niederschlesischen Bäckerinnung aus Görlitz, sind vor Gericht gezogen und klagen gemeinsam mit dem auf europäischer Ebene auf Anerkennung der Schutzmarke für den schlesischen . „Es kann doch nicht sein, dass wir in unserer Region dieses traditionelle aus Schlesien stammende Produkt nicht mehr unter seinem ursprünglichen Namen herstellen und verkaufen dürfen, nur weil ein polnisches Konsortium die Markenrechte angemeldet hat, wonach dieser Kuchen in den verschiedenen Varianten seit Juli 2011 EU-weit geschützt ist und demnach nur noch von Bäckern aus Schlesien angeboten werden darf“, zeigte sich LOM Ermer bei der Obermeistertagung des Saxonia-Landesverbandes in Dresden kämpferisch. Mit den Wanderbewegungen der Schlesier verbreitete er sich bis zum beginnenden 20. Jahrhundert sogar bis ins Rheinland – hier wurde er oft zu Beerdigungen gegessen und erhielt den Beinamen „Beerdigungskuchen“. Natürlich sei dieser Streit nicht der Hauptinhalt der Verbandsarbeit, räumte LOM Ermer ein. „Aber die Werbung, die mit der Berichterstattung über dieses Problem in den Medien nicht nur in Ostsachen für das Bäckerhandwerk gemacht wird, steht uns gut zu Gesicht und nehmen wir gerne mit.“ In seinem Bericht ging LOM Ermer auf die Entwicklung der Branche und künftige Aufgaben ein. Auch nach dem Lebensmittelskandal bei lehnt das sächsische Bäckerhandwerk die Hygieneampel ab, weil sie Betriebe lediglich an den Pranger stellen würde und auch die Hygienemängel bei Müller nicht dokumentiert hätte, denn für jede einzelne Filiale hätte das Signal sicherlich auf „Grün“ gestanden. „Dennoch kommen wir nicht umhin, die Hygienestandards in unseren Betrieben auch mit Hilfe der von den Bäkos angebotenen Lösungen weiter zu verbessern und dabei die Lebensmittelkontrolleure als unsere Partner anzusehen“, betonte Ermer. Dabei sollten die Handwerksmeister auch die neuesten Trends, wie sie bei der 2012 in München oder im kommenden Jahr vom 13. bis 15. April bei der Sachsenback in Dresden gezeigt werden, beachten. „Die Vorbereitungen für unsere regionale Branchenmesse laufen bereits auf vollen Touren. Zu den Höhepunkten wird wieder der legendäre Bäckertreff mit bis zu 800 Gästen gehören“, blickte der LOM voraus. Die Unterstützung durch die drei sächsischen Bäkos sei erneut vorbildlich, die im Sachsenback-Jahr auf ihre Hausmessen verzichten werden. Zuvor jedoch stehen die diesjährige Jahres-Mitgliederversammlung des Landesverbandes am 13. Mai und am Vorabend die 650-Jahr-Feier der im Albertinum an als absolute Höhepunkte im Verbandsleben.

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