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Kekse mit der ganz persönlichen Note

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Kekse mit der ganz persönlichen Note (Quelle: Unternehmen)

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Gregor Stapper produziert süßes Backwerk mit individuellen Wunschmotiven seiner Kunden auf der Oberfläche

Von Rainer Heck

Nordrhein-Westfalen Essen/Brilon. „Individuell, persönlich und einzigartig“ sind die Attribute, die Bäckermeister Gregor Stapper seinen Produkten mit auf den Weg gibt. Natürlich gehört Klappern zum Handwerk und ein wenig Übertreibung zum Marketing.

Doch was der 30-jährige Inhaber der „German Bakery Stapper“ auf die Beine gestellt hat, sieht nach einer viel versprechenden Idee und einem nachhaltigen Geschäftsmodell aus.

Gelernt hatte er nach dem Fachabitur zunächst das Konditorenhandwerk, die Meisterprüfung als Bäcker absolvierte er mit Auszeichnung an der Fachschule in Olpe. 2008 übernahm er die elterliche Bäckerei in Brilon (Sauerland).

Vor dem Keks-Tüfteln

stand eine „Welttournee“

Bevor er sich gemäß der Devise „Meister ist, der was ersann“ ans Tüfteln eines speziellen Keks-Genres machte, verpachtete er zwischenzeitlich den heimischen Betrieb, sah er sich erst einmal die Welt an und arbeitete in den USA, in Japan und Neuseeland.

Nach dieser, wie er sagt „sehr lehrreichen Welttournee“ begann die Entwicklung seines „Keks-Kreator“-Projektes. „Ich hatte Zeit und auch die finanzielle Sicherheit, die man für so ein einmal gestecktes Ziel braucht“, sagt er rückblickend.

Inzwischen ist die Technologie, die er für die Herstellung individuell geprägter benötigt, ausgereift. Lediglich die Patent-Urkunde lässt noch auf sich warten. Solange die nicht im Haus ist, hütet der Erfinder sein Prozedere wie die Windsors ihre Kronjuwelen. Trotz ideeller Förderung durch die Handwerkskammer war die Patentanmeldung „eine Sache für sich – nicht ganz einfach“.

Mannigfaltige

Ansprüche ans Produkt

Stapper: „Ich hatte mir schon auf meinen Reisen überlegt, was es in der weiten Welt des Backens noch nicht gibt.“ Zudem sollte das Produkt universell sein, sympathisch sowie Nutzen und Genuss bringen.

Keine leichte Aufgabe, zumal das Ganze auch noch einen deutschen Akzent und einen handwerklichen Charakter aufweisen soll. Da kam der Keks gerade recht. Denn dieses Gebäck kennt jeder, es ist klein genug, um bei jeder Gelegenheit genossen zu werden und groß genug, um verschiedene Formen und Varianten zu erlauben.

Wahlweise in Form eines Herzens, Quadrats oder eines Kreises

Der wirtschaftliche Aspekt spielte bei der Erarbeitung des Konzeptes eine nicht unwesentliche Rolle. Das Produkt liegt nun genau auf dieser Schiene, ist wenig erklärungsbedürftig, kann in allen Sprachen kommuniziert und nach (fast) allen ethnischen Ernährungsvorschriften gebacken werden.

Angeboten wird eine Größe, das Stückgewicht liegt bei 12 bis 14 Gramm. Drei Formen stehen zur Wahl: Herz, Kreis und Quadrat. Auch bei den Geschmacksausprägungen beschränkt sich der Erfinder (noch) auf drei Varianten. Mit Butter-Vanille, Schokolade-Karamell und Mandel-Zitrone dürfte jeder etwas Passendes finden, meint der Schöpfer des Individual-Kekses.

Damit sind die optischen Möglichkeiten, sich einen besonderen Keks munden zu lassen oder diesen seinen Gästen anzubieten, vielfältig wie nie. Allerdings darf das gewünschte Motiv auf der Backware nicht zu filigran sein. Bei Vereins- oder Familienwappen stößt Stapper an die Grenzen der Technik.

Individuelle Prägung

ab 750 Gramm Bestellung

Da die Fertigung bereits ab 750 Gramm zu haben und leicht im Internet zu bestellen ist, erhofft sich Gregor Stapper, eine breite Kundengruppe anzusprechen: „Wer darüber nachdenkt, wo und bei welchen Gelegenheiten Kaffee oder Tee getrunken wird, kann abschätzen, wer sich alles durch einen Keks – und dessen aufgeprägte Botschaft – angesprochen fühlt.“

Infrage kommen seiner Ansicht nach auch Kollegenbetriebe als Wiederverkäufer für universell mit „Happy Birthday“ oder Symbolen versehene Kleingebäcke. 10 Tage Vorlauf benötigt der Keks-Kreator von der Bestellung bis zum Versand in einer bruchsicheren Verpackung. Die Haltbarkeit gibt er mit drei Monaten an.

www.keks-kreator.de

Familienbande (von links): Doris Siebers, Sohn Robert (nicht im Betrieb tätig), Bernd und Stephan Siebers.
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