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Johannes Pissarczyk ist tot

Johannes Pissarczyk zeichnete sich
durch Weitsicht, Engagement,
Innovationswillen, seine Rhetorik und seinen verschmitzten Charme aus.+
Johannes Pissarczyk zeichnete sich durch Weitsicht, Engagement, Innovationswillen, seine Rhetorik und seinen verschmitzten Charme aus.

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Der Ehren-LIM und leidenschaftliche Handwerkspolitiker hinterlässt eine große Lücke

Niedersachsen-Bremen Hannover (p). Er war ein Unternehmer und Handwerkspolitiker der Extraklasse, dessen jahrzehntelanges Engagement das Bäckerhandwerk positiv geprägt hat. Jetzt ist Johannes Pissarczyk, der Ehrenlandesinnungsmeister des Bäckerinnungsverbands Niedersachsen/Bremen im Alter von 80 Jahren verstorben. Mit ihm verliert das Bäckerhandwerk einen handwerkspolitischen Aktivisten par excellence.

Pissarczyk hat bereits in jungen Jahren die Verantwortung ehrenamtlicher Tätigkeit übernommen und über Jahrzehnte hinweg unvergleichlich engagiert  in vielen Funktionen für das Bäckerhandwerk auf Landes- und Bundesebene gewirkt. Und: Das Ehrenamt war für Ehrenlandesinnungsmeister Johannes Pissarczyk keine Pflicht, sondern stets eine Freude.

Das überaus erfolgreiche handwerkspolitische Wirken Johannes Pissarczyks begann im November 1965 mit der Wahl zum Obermeister der Bäckerinnung Osterholz-Scharmbeck und setzte sich 1984 mit der Berufung zum stellvertretenden Kreishandwerksmeister fort. Schon bald machte der junge dynamische Bäcker-Obermeister mit seiner forschen Art, Tagesfragen anzugehen, beim Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen/Bremen auf sich aufmerksam.

1978 wählten ihn die Mitglieder zum stellvertretenden Landesinnungsmeister, 1981 übernahm er den Vorstandsvorsitz. Unter seiner Ägide wurde die Handwerkspolitik des Bäckerinnungsverbandes Niedersachsen/Bremen neu definiert.

Stets war Johannes Pissarczyk darum bemüht, integrativ die Fragen von Politik und Handwerk zu verknüpfen; sei es als Landesinnungsmeister, als Kommunalpolitiker, als Mitglied im sozialpolitischen Ausschuss sowie als Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, als Aufsichtsratsmitglied der Bäko, als Vizepräsident und Vorstand der Unternehmensverbände Handwerk in Niedersachsen und vielen anderen Ehrenämtern mehr.

In allen Gremien, in denen er tätig war, wurde sein Weitblick als erfahrener Politiker, seine bestechende Fähigkeit zur Integration, sein Mut zu Neuem und Veränderungen, seine überzeugende Rhetorik und vor allem sein verschmitzter Charme und sein Charisma geschätzt.

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