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Regional
„Promi-Bäcker“ auf dem Dehoga-Gastropodium in Hannover
Mit seinem ersten Bäckereibetrieb und 100 Mitarbeitern scheiterte er, als er den Spitznamen „Champagner Jochen“ trug und mit seinem Ferrari durch die Stadt brauste. Ein Neuanfang glückte ihm mit seiner ersten Auszubildenden Betty Krenz. Sie heiratete er. Seitdem ist er Angestellter seiner Frau. Inzwischen besitzen sie in Hannover fünf Filialen unter dem Namen „Broterbe Gaues“.
Den Gastronomen schilderte der Bäckermeister mit seinen bekannt markigen Sprüchen seine kleine, aber hochwertige Produktpalette. Dazu gehören reines Roggenbrot, die beliebten Gersterstangen, die handgemachten Brötchen oder das deftige Kohl-Speckbrot. Dabei wird ein Blatt Wirsing auf den Backstein gelegt, darüber eine Scheibe durchwachsener Speck und darauf das Teigstück. So gibt der Kohl beim Backen Saft an den Teig ab und der Speck fettet ihn.
Leidenschaftlich philosophierte Gaues vor den Hoteliers und Gastwirten über die hohe Kunst des Backens. Natürlich verwendet er keine Backhilfsmittel oder Fertigmischungen. Er setzt seine notwendigen höheren Preise für seine Backwaren erfolgreich durch. Bereits beim ersten Biss in eines seiner Produkte will er vermitteln: „Alles Brot vor diesem war irgendwie Geschmacksverirrung“, wie einst der „Stern“ schrieb.
Klassische Werbung macht Gaues nicht, doch zieht er sich bei Fototerminen gerne mal ein T-Shirt über, auf dem steht, dass selbst Hollywoodgrößen wie Robert De Niro und Jack Nicholson zu seinen Kunden gehören.
