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Intelligente Stromzähler sparen Kosten

Die zeitlich verpflichtende Umstellung auf digitale Zähler hängt vom Jahresstromverbrauch ab. (Quelle: Fotolia)+
Die zeitlich verpflichtende Umstellung auf digitale Zähler hängt vom Jahresstromverbrauch ab. (Quelle: Fotolia)

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Die Digitalisierung ermöglicht die aktive Umsetzung eines Energiemanagementsystems

Von Dorothee Hoenig

Schleswig-Holstein Kaltenkirchen „Mit der Digitalisierung der Energiewende durch intelligente Stromzähler wollen wir die Erzeugung und den Verbrauch von Energie besser in Einklang bringen und Sparpotentiale erschließen.“ Mit diesen Worten hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ im September 2016 begleitet.

Intelligente Stromzähler erfassen im Unterschied zu den bisher meist verwendeten analogen Ferraris-Zählern den Verbrauch in Echtzeit. Sie können die erfassten Informationen an Messstellenbetreiber und Energieversorger weiterleiten.

Das Stromnetz

„denkt mit“

Ein „intelligentes Messsystem“ besteht aus einem digitalen Stromzähler und einer Kommunikationseinheit, dem Smart Meter Gateway. Das soll eine datenschutz- und datensicherheitskonforme Einbindung von Zählern in das intelligente Stromnetz ermöglichen.

Auf einer Fachtagung der BKV-Nord in Kaltenkirchen stellten Mitarbeiter der Stadtwerke Kiel einen Service zur individuellen Nutzung von intelligenten Messsystemen vor, den sie den Bäckern in Kooperation mit der Service- und Beratungs-Gesellschaft der BKV-Nord anbieten: das Energiecockpit.

Digitale Zähler sind dafür die Voraussetzung. Durch ein intelligentes Energiemanagement soll das Energiecockpit dabei helfen, Betriebskosten zu sparen, indem zum Beispiel defekte Geräte oder auch Fehlverhalten des Personals erkannt werden.

Schrittweise Umstellung

auf die digitale Technik

„Die analogen Ferraris-Zähler sollen laut dem Gesetz bis 2033 verschwunden sein“, sagte Joachim Storm von den Kieler Stadtwerken. Die Umstellung auf digitale Zähler erfolge schrittweise: Verpflichtend ab 2017 ist die Umstellung für sogenannte „steuerbare Verbrauchseinrichtungen“. Wer einen Jahresverbrauch von mehr als 100.000kWh hat, muss zwischen 2017 und 2033 umstellen.

Liegt der Jahresverbrauch zwischen 10.000und 100.000 kWh, muss die Umstellung bis 2025 erfolgen. Bei einem Jahresverbrauch von 6000 bis 10.000 kWh erfolgt die Umstellung von 2020 bis 2028.

Das Energiecockpit biete Energietransparenz für Betriebe und ermögliche die aktive Umsetzung eines Energiemanagementsystems, führte Joachim Storm aus.

Ressourcen schonen,

Einsparpotenziale nutzen

Die digital erfassten Daten und deren Visualisierung können individuell in die Unternehmenssteuerung eingebunden werden. Eine infrastrukturelle als auch kaufmännische Steuerung identifiziere mögliche Ressourcenschonung und energetische Einsparpotentiale.

„Eine der schnellsten

Lösungen am Markt“

„Das 24/7 Energiecockpit ist eine Browserlösung, die in Norwegen gehostet ist“, sagte Storm. „Die Lösung gehört zu den schnellsten am Markt, was unter anderem auf das sehr geringe übertragene Datenvolumen zurückzuführen ist.“ Das Energiecockpit bedürfe keiner Softwareinstallation, und auch Hardware müsse nicht vorgehalten werden.

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