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Instagram unterstützt den Gebäckverkauf

Inhaberin Bettina Kaspar setzt auf ein breites Angebot an Weihnachtsgebäcken, das regionale Spezialitäten besonders hervorhebt. (Quelle: Küchle)+Zur Fotostrecke
Inhaberin Bettina Kaspar setzt auf ein breites Angebot an Weihnachtsgebäcken, das regionale Spezialitäten besonders hervorhebt. (Quelle: Küchle)

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Die Bäckerei Nast nutzt die sozialen Medien zum Hinweis auf ihre attraktiv gestalteten Weihnachtsgebäcke

Von Ralf Küchle

Baden & Württemberg Stuttgart „An zwei Jahren haben wir es einmal mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt versucht. Das hat sich für uns aber nicht ausgezahlt. Es war ein Verlustgeschäft, zumal es auch personalintensiv ist“, sagt Konditormeisterin Bettina Kaspar (54), Inhaberin der Bäckerei-Konditorei in Stuttgart.

Das sei aber auch nicht notwendig. Der 1902 gegründete Traditionsbetrieb betreibt sechs Filialen im Zentrum. Und dazu gehört auch eine direkt am Marktplatz, so dass Nast auf jeden Fall gut ins bunte Treiben auf dem international renommierten und bestens besuchten Stuttgarter Weihnachtsmarkt involviert ist. Dann bietet der Betrieb auch Glühwein an und hat sonntags geöffnet.

Immer wieder

neue Akzente setzen

„Wir müssen nicht jedes Jahr alles neu erfinden, denn wir sind auch bei Produkten für die Weihnachtszeit breit aufgestellt, setzen aber immer wieder neue Akzente. Dazu gehört ein Cranberry-Stollen, der sehr gut läuft und nicht nur diejenigen anspricht, die Rosinen nicht so mögen.“

Stollen und das typisch schwäbische Schnitz- oder Hutzelbrot (eine Variante des Früchtebrots) sind DLG-prämiert. Und auch beim sonstigen Weihnachtsangebot wird Wert auf Top-Qualität und beste, möglichst regionale Rohstoffe gelegt.

Verbraucher backen

heute weniger selbst

Besonders gefragt sind handwerklich gefertigte Weihnachtsplätzchen. „Die Leute backen heute privat weniger von Hand, wir haben in diesem Bereich seit Jahren einen konstant guten Verkauf. Einen positiven Effekt hat, dass das Qualitätsbewusstsein bei bestimmten Käuferschichten wieder steigt und auch Themen wie Nachhaltigkeit im Bewusstsein sind“, sagt Bettina Kaspar.

So kann sie die in einer Großstadt wie Stuttgart angemessenen Preise verlangen: 4,80 Euro kosten je 100 g Zimtsterne, 4,50 Euro die gleiche Menge an Ausstecher-Plätzchen.

Nur noch individuelle

Schoko-Hexenhäuschen

Zurückgefahren hat die Bäckerei-Konditorei Nast die Produktion von Lebkuchen-Hexenhäuschen. „Die bietet die Industrie für 10 Euro an, bei uns kosten sie rund 25 Euro – ein Preis, den wir bei unserem Arbeitsaufwand auch verlangen müssen. Wir machen ausschließlich noch individuelle Schokoladen-Hexenhäuschen.“

Was das Jahr über, aber auch an Weihnachten ebenfalls nicht mehr gut funktioniere, sei das Ergänzungssortiment wie zugekaufte Schokoladen oder Ähnliches. Die Nikolaus-Hohlfiguren aus eigener Produktion seien aber gefragt.

„Am Weihnachtsgeschäft wollen alle partizipieren, deshalb müssen wir uns immer wieder neu darauf einstellen. Auch die sozialen Medien wie und Facebook zu nutzen, ist gerade in dieser Zeit sehr sinnvoll, in der es auch um Hingucker wie fein gestaltete Nikoläuse geht.“

Für das Team, darunter viele langjährige Mitarbeiter, sei diese Saison natürlich eine herausfordernde Zeit. Die aber auch mit viel Motivation gemeistert werde. „Dass so große Mengen und ein breites Sortiment gebacken und produziert wird, schafft Erfolgserlebnisse und sorgt auch für Stolz im Team.“

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