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Innung erwartet hohe Preissteigerungen

Hitzeschäden bei Roggen: kurze Ähren, kleine Körner. (Quelle: Archiv/Kauffmann)+
Hitzeschäden bei Roggen: kurze Ähren, kleine Körner. (Quelle: Archiv/Kauffmann)

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Verband spricht von betrieblichen Mehrkosten, die kaum aufzufangen seien

Rheinland Düsseldorf (abz). Nach dem trockenen Sommer und den hohen Ernteausfällen sind die Mehlpreise um bis zu 30 Prozent gestiegen. Nach einem Preisanstieg im August kommt nach Einschätzung des Verbandes des Rheinischen Bäckerhandwerks im September noch ein weiterer Preisanstieg von drei bis vier Euro pro Zentner Mehl auf die Bäcker zu.

„Wir sind betrieblich nicht in der Lage, diesen deutlichen Preisanstieg ohne Preissteigerungen im Brot- und Brötchensortiment zu kompensieren“, sagt Landesinnungsmeister Bernd Siebers.

„Hinzu kommen weitere Kostensteigerungen durch höhere Löhne und Gehälter seit dem Frühsommer und gestiegene Energiekosten. Alle diese Kostensteigerungen zusammen sind in der betrieblichen Kalkulation kaum aufzufangen“, ergänzt Geschäftsführer Walter Dohr. „Selbstverständlich muss jeder Betriebsinhaber selbst prüfen, inwieweit diese erheblichen Mehrkosten Auswirkungen auf seine Preiskalkulation haben.“

Auch für 2019 rechne etwa die Deutsche Bank mit einem weiteren massiven Preisanstieg für Getreide, denn auch in den anderen EU-Regionen mit einer großen Weizenproduktion wie etwa der Schwarzmeerregion habe die große Trockenheit zu drastischen Ernteausfällen geführt.

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