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Initiative zur besseren Qualifikation

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Nordrhein-Westfalen

Landesregierung: 7,3 Millionen Euro für Weiterbildung im Handwerk

Rund 160.000 nordrhein-westfälischen Handwerksbetriebe beschäftigen mehr als eine Millionen Menschen und damit rund ein Fünftel aller Erwerbstätigen in NRW. Wie Wirtschaftsminister Harald Schartau anlässlich einer Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen „Initiative für mehr Weiterbildung“ mittelte, lag der Umsatz dieser Betriebe im Jahr 2003 bei rund 99 Mrd. Euro.

Nach wie vor sei die Ausbildungsleistung des Handwerks beachtlich. Mehr als 97.000 junge Menschen erlernten Anfang des Jahres ein Handwerk. Im Ausbildungsjahr 2004 wurden nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik alleine im Handwerk 32.560 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anteil von 28 Prozent an allen Vertragsabschlüssen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft.

Im ersten Halbjahr 2004 habe es im Handwerk 2712 Neugründungen gegeben. Das Land unterstützt das Handwerk beim Gründungsgeschehen und bei der Qualifikation. Denn für das Handwerk gilt wie für alle kleinen und mittleren Betriebe im Land: Ihre Beteiligung an Fort- und Weiterbildung ist noch zu gering. Gemessen an den Großbetrieben, in denen sich jeder zweite Beschäftigte regelmäßig weiter qualifiziert, liegt die Quote in Kleinbetrieben mit 35 Prozent deutlich

Gemeinsam mit dem Handwerk wurde deshalb die „Initiative für mehr Weiterbildung“ gestartet. Dafür stellt die Landesregierung den sieben Handwerkskammern in NRW bis Oktober 2006 rund 7,3 Millionen Euro zur Verfügung. Der wesentlicher Unterschied zur bisherigen „Meisterinitiative“, die ausschließlich Gesellinnen und Gesellen bei der Weiterbildung zum Meister unterstützte, richtet sich das neue Projekt erstmals an alle Beschäftigten im Handwerk, vom Auszubildenden, über den Gesellen, die Unternehmerfrau bis hin zum Meister und zum Betriebsinhaber.

Sie macht individuelle Angebote sowohl für die Beschäftigten als auch für die Betriebe. Die Inhalte reichen von handwerklichen, technischen über betriebswirtschaftliche bis hin zu persönlichen Weiterbildungsangeboten, wie zum Beispiel Führungskompetenz und persönliche Karriere- und Berufsplanung.

Interessierte Betriebe und Beschäftigte können sich direkt an ihre jeweils zuständige Handwerkskammer wenden und sich beraten lassen. Der Westdeutsche Handwerkskammertag und die sieben Handwerkskammern informieren ihre Mitgliedsbetriebe und deren Beschäftigten über die verschiedenen Angebote.

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