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Holzofen bringt Frische zurück ins Spiel

Die Fassade mit der großen Glasfront bietet den Blick in das Café. (Quelle: Burger)+
Die Fassade mit der großen Glasfront bietet den Blick in das Café. (Quelle: Burger)

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Philipp Scheckenbach konzentriert sich in seiner Bäckerei in Iphofen auf Klasse statt Masse

Von Gisela Burger

Bayern Iphofen Mitten im Zentrum Iphofens in Unterfranken hat seit dem 19. Jahrhundert die Bäckerei Franzenbäck ihren Sitz.

Philipp Scheckenbach übernahm im Januar 2016 das Unternehmen: „Meinem Vorgänger war es wichtig, dass die Bäckerei auch ohne Familiennachfolge fortbesteht.“

Das Café hat eine Terrasse im Innenhof und eine gepflegte Fassade mit großer Glasfront. Im Mittagstisch-Angebot stehen neben belegten Brötchen Salate, Burger und fränkische Gerichte wie Bratwürste und Schupfnudeln auf der Karte.

Bioland Zertifizierung

ist klarer Wettbewerbsvorteil

Als die Bäckerei vor knapp 30 Jahren ihre Backwaren Bioland zertifizieren ließ, wurden die Inhaber zunächst belächelt. Inzwischen ist der Schritt ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. „Ich bin froh, dass die Umstellung damals stattgefunden hat und stehe auch voll dahinter“, sagt der 27-jährige Bäckermeister und Konditor.

Die Rohstoffe bezieht er von einer Erzeugergemeinschaft von der Schwäbischen Alb sowie von Betrieben aus der Region. Neben einer ökologischen Wirtschaftsweise ist ihm eine handwerklich geprägte Produktion wichtig.

Natursauerteigbrote mit langen Reifezeiten, von Hand geformte Schinken- und Käsestangen sowie süße Hörnchen begründen den Ruf der Bäckerei.

Den in der Backstube nahm er wieder in Betrieb und bietet seither jeden Dienstag frisches Holzofenbrot an.

Zudem hat der Konditor das Torten- und Pralinenangebot überarbeitet und erweitert. Eine Besonderheit aus der Backstube ist auch sein herzhaftes Knabbergebäck in verschiedenen Varianten.

Seine Bäckerlehre hat Scheckenbach bei einem Betrieb in Kitzingen gemacht, anschließend im Café Luitpold in München die Lehre zum Konditor. Berufserfahrungen sammelte er in Österreich und in Würzburg.

„Ich bin mit Leib und Seele Bäcker“, sagt Scheckenbach über sich. Deshalb habe er gerade diesen Betrieb übernommen, der kleine Mengen produziere und individuelle Kundenwünsche erfülle.

Das Café wird zunächst die einzige Verkaufsstelle bleiben: „Eher lohnt es sich für mich, das Liefergeschäft mit der Gastronomie auszubauen“, meint Scheckenbach. Zehn Betriebe beliefert er bereits.

Das Hauptgeschäft läuft über das Café. Acht Mitarbeiter, beschäftigt Philipp Scheckenbach derzeit. Im September fängt ein Azubi bei ihm an. „Ich habe gute Mitarbeiter, aber neues Personal zu finden, ist schwierig.“

Teamwork: Miguel Szczes backt die Brote im Holzofen, die Verena Gangel als „Einzugsbrote“ einpackt.
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