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Handwerker punktet ohne Firlefanz

„Das Original!“: Das gilt für den Aufdruck auf dem T-Shirt wie für dessen Träger, Bäckermeister Michael Neu. (Quelle: Treiber)+
„Das Original!“: Das gilt für den Aufdruck auf dem T-Shirt wie für dessen Träger, Bäckermeister Michael Neu. (Quelle: Treiber)

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Michael Neu behauptet sich zwischen Standorten von Filialisten, „weil die Kunden wissen, was ich habe“

Von Iris Treiber

Baden & Württemberg Karlsruhe „In der Innenstadt gibt es fast keine kleinere Bäckerei mehr, die noch selbst backt“, sagt Michael Neu (57). Insofern sei die Lage seiner Bäckerei mitten in von Vorteil. Andererseits: „In der Innenstadt wohnen nicht mehr so viele Leute, es gibt keine Parkplätze, und bei Baustellen ist die Straße wochenlang für Autos gesperrt.“ Montags bis freitags kämen mittags vor allem Kunden aus der näheren Umgebung.

Werbung? Für Michael

Neu kein Thema

Seine Bäckerei liegt nur wenige Gehminuten vom Marktplatz und der Fußgängerzone entfernt, wo mehrere Filialisten präsent sind.

Trotzdem betreibt Neu keinerlei Werbung. „Für was auch?“, fragt er. „Meine Kunden wissen, was ich habe.“ Er wundere sich sowieso über manche Kampagnen. „,Frühstück beim Bäcker’ – das ist doch was ganz Normales“, sagt er.

und Kaffee

gelten als „Service“

Auch er bietet an, betrachtet das aber eher als . „Die Leute essen gern ein Stück Kuchen in der Bäckerei, deshalb ist der Kaffee wichtig.“

Im Grunde seien auch belegte Brötchen ein Service, da die Zubereitung Personal vom Verkauf abziehe. „Ich bin ein klassischer Bäcker und als solcher verkaufe ich vor allem Brot, Brötchen und Plundergebäck.“

So gut wie alles werde noch per Hand hergestellt, und er lege Wert darauf, dass diese traditionellen Waren gut seien. „Das ist die Basis des Erfolgs: Wenn die Qualität nicht stimmt, haben wir verloren.“

15 Sorten Brot bietet er an, viele verschiedene Brötchen, darunter Toastbrot und Milchbrötchen, Plunder- und Streuselvarianten, Brioches, Schokocroissants, Butterhörnchen, immer wieder andere Kuchen und wenige Torten: Apfel, Rübli, Schachbrett ...

Sein Sortiment verändert Neu nur vorsichtig. „Eigentlich müsste man viel öfter was Neues ausprobieren“, sagt er.

Mehr oder weniger zufällig hat dennoch nicht Alltägliches Einzug in seinen Laden gefunden: Angeregt durch einen Spanischlehrer hat er erfolgreich sieben Sorten Empanadas im Angebot, da ihm zufällig mal ein Eimer Oliven angeboten wurde.

Wurzeln im

Familienbetrieb

Die Bäckerei Neu wurzelt in einem Familienbetrieb. 1958 von den Eltern Erna und Willi in der Karlsruher Südstadt gegründet, seit 1960 am Innenstadt-Standort, haben drei der vier Söhne dort Bäcker gelernt.


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