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Handarbeit dank Automatisierung

Familiensache (v. l.): Berta, Annette, Alfons und Mathias Bannholzer. Kaffee soll künftig eine größere Rolle übernehmen (kl. Foto). (Quelle: Treiber)+
Familiensache (v. l.): Berta, Annette, Alfons und Mathias Bannholzer. Kaffee soll künftig eine größere Rolle übernehmen (kl. Foto). (Quelle: Treiber)

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Mathias Bannholzer setzt im Familienbetrieb auf Technik, um Qualität zu sichern und Freiheiten zu gewinnen

Von Iris Treiber

Baden & Württemberg Bruchsal „In der Konditorei liegt die Zukunft“, sagt Bäcker- und Konditormeister Mathias Bannholzer in Bruchsal-Heidelsheim, einem Ort mit etwa 5000 Einwohnern nahe Karlsruhe. Im Bereich Backwaren würden die Discounter immer besser, aber die Frische von bestellten Torten aus der Konditorei könnten sie nicht gewährleisten.

So passt es gut, dass die Gemeinde der Familie angeboten hat, benachbart zur Bäckerei 2018 ein Café zu eröffnen.

Betrieb in fünfter

Familiengeneration

Die Familie, die mit Mathias Bannholzer (39) den Betrieb in der fünften Generation führen wird, besteht aus Schwester Annette Bannholzer (35), den Eltern Alfons Bannholzer (75), seiner Frau Berta und dem Onkel Paul Bannholzer (78). In der Backstube arbeiten eine Gesellin und ein Auszubildender mit, im Verkauf vier weitere Personen.

Rationalisierung

war früh ein Thema

Alfons Bannholzer war es, der den Betrieb schon früh rationalisiert hat. Die erste Teigmaschine habe er bereits als Lehrling vom eigenen Geld gekauft, später den ersten Froster.

Inzwischen ist die Backstube gut automatisiert mit einer Brötchenstraße, einem Teigteiltisch mit Wiegezelle, einer automatischen Teigmaschine mit zwei Kesseln, einer automatischen Ausrollmaschine, einem Wagen- und einem Etagenofen.

Besonders vom Wagenofen ist Mathias Bannholzer begeistert, da die Ware energiesparend so gut wie direkt auf der Ofenplatte gebacken werde.

Das Sortiment ist „riesengroß“, wie er sagt: „Wir machen wirklich alles.“ Sei bei einer Bestellung der Zeitaufwand an sich zu hoch, so trage sie doch zur Kundenbindung bei und bringe Neukunden.

Es gibt eine Filiale in einem 12 Kilometer entfernten kleinen Ort und einige Lieferungen. Auf Fertigprodukte verzichtet er. Das klassische 70:30-Weizenmischbrot sei inzwischen ein absolutes Nischenprodukt geworden.

Zu den besonderen Angeboten gehöre all das, was es nicht im Supermarkt gibt, was wie selbst gemacht schmeckt, was Kunden zuhause nicht so gut hinbekommen.

Der Vorteil der Automatisierung sei, so Bannholzer weiter, dass gleich bleibende, personenunabhängige Qualität entstünde und ein Personalausfall leichter zu kompensieren sei.

Kaffeebereich auf

der Überholspur

Das Café war schon lange ein Traum von Alfons und Annette Bannholzer. Annette Bannholzer ist Kaffee-Sommelière und treibt das Geschäft mit Kaffeespezialitäten aus einer kleinen Rösterei voran.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

    mehr...

„Das Original!“: Das gilt für den Aufdruck auf dem T-Shirt wie für dessen Träger, Bäckermeister Michael Neu.
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