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Gute Produkte im Zeichen des Storches

Die Geschwister Gisela und Johannes Schilcher betreiben die kleine Bäckerei in einem bayerischen Dorf seit Herbst vergangenen Jahres. (Quelle: Filzek-Schwab)+
Die Geschwister Gisela und Johannes Schilcher betreiben die kleine Bäckerei in einem bayerischen Dorf seit Herbst vergangenen Jahres. (Quelle: Filzek-Schwab)

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Zusammen mit seiner Schwester hat Johannes Schilcher im vergangenen Jahr den Familienbetrieb übernommen

Von Astrid Filzek-Schwab

Bayern

Rott Ein kleiner Traditionsbetrieb ist die Bäckerei-Konditorei Storch in Rott, einem Dorf zwischen Lech und Ammersee. Die Geschwister Gisela (45) und Johannes Schilcher (38) haben die Bäckerei im September vergangenen Jahres von ihrem Onkel Alwin Storch übernommen, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Der Bäckermeister ist mit Unterbrechungen seit 1995 im Betrieb, die Schwester ist gelernte Bürokauffrau und arbeitet seit 2002 mit.

„Außenwirkung

ist wichtig“

Nach der Übernahme haben die Schilchers das Ladenlokal behutsam renoviert – eine neue Decke eingezogen sowie ein neues Logo entworfen und ein großes Schild mit LED-Beleuchtung angebracht. „Außenwirkung ist wichtig“, betont die 45-Jährige.

Vor dem Laden stehen zwei kleine Tische für Gäste. In der Früh kommen die Pendler, und am Vormittag halten zahlreiche Arbeiter, um ihre Brotzeit zu holen: „Morgens haben wir fertige Butterbrezen und belegte Sandwiches für Eilige“, sagt Gisela Schilcher.

Später am Tag werden die Snacks dann nach Wunsch frisch belegt. Es gibt auch Wurstsemmeln sowie vegetarische Kornspitz mit Frischkäse oder die klassische Butterbrezel.

„Wir backen handwerklich und traditionell mit hochwertigen Rohstoffen, bevorzugt aus unserer Region“, betont der Bäckermeister, dessen Belegschaft 16 Mitarbeiter – 450-Euro-Kräfte inklusive – umfasst. „Für unsere Brote verarbeiten wir nur hauseigenen Natursauerteig. Vollkornbrote und -semmeln sind aus frisch gemahlenem Biolandgetreide.“

Der gebürtige Oberbayer ist sehr stolz darauf, noch nach alten Familienrezepten zu backen: „Sehr gefragt sind die Plunder und Schnitten, die alle mit Butter gebacken werden – etwa Joghurt-Schnitten oder Johannisbeeren-Baiser sowie Pinacolada-Schnitten.“

Neu im Sortiment sind Chia-Brot und Dinkel-Sprossen-Semmeln. Mittwochs ist Dinkel-Tag, da gibt es Dinkel-Brezenringe, Dinkelvollkornbrot sowie Dinkelvollkornsemmeln.

Spezialistinnen

für Marzipan

Eine andere Spezialität sind die Brezen-Kränze, die Kunden zum Jubiläum bestellen können – etwa mit der Jahreszahl oder dem Geburtstag. Die drei Konditorinnen sind Spezialistinnen für Marzipan: „Die Damen können alles daraus formen. Das ist toll“, sagt die Chefin. Daher sind Geburtstagstorten oder Torten zu Firmenjubiläen sehr gefragt – auch eine „Zahnarzt-Torte“.

Wichtig ist dem Bäckermeister das Bewahren der Tradition: „Wir wollen die alten Rezepte weiter nutzen. Und die Tradition des handwerklichen Backens.“ Wachstumspläne gibt es derzeit keine: „Wir sind am Limit. Und es reicht für die Familie gut aus.“

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