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Goldjunge – Name als Programm

Robin Schimpf (l.) und Markus Schöllmann (Quelle: Pröll/Betrieb)+
Robin Schimpf (l.) und Markus Schöllmann (Quelle: Pröll/Betrieb)

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Neun Monate nach der Fusion zweier Bäckereien hat sich die neue Marke bei den Kunden etabliert

Von Juliane Pröll

Bayern Langenzenn Unternehmensberater (36) und Konditor- und Bäckermeister (43) haben 2017 die Filialen der Greller- und Karg-Bäckereien übernommen und zum Unternehmen mit 350 Mitarbeitern und 39 Filialen zusammengelegt. In den folgenden Monaten galt es, sich einigen Herausforderungen zu stellen.

Die seit mehr als 20 Jahren befreundeten Geschäftsmänner hatten schon länger den Gedanken, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Da die Greller-Filialen zum Verkauf standen, verhandelten Schimpf und Schöllmann 2016 mit dem damaligen Inhaber über die Übernahme.

Im Laufe der Verhandlungen schlug Greller vor, dass die beiden Unternehmer zusätzlich die Karg-Bäckereien erwerben könnten. Mit dem Knäckebrot als Hauptstandbein wollte Karg seine Bäckereifilialen abstoßen und suchte schon einige Jahre lang nach einem Nachfolger. „Die Läden passten gut ins Expansionsgebiet“, erklärt Schöllmann. „Außerdem sind es profitable Filialen.“

Skeptische Kunden

und Mitarbeiter

Nach dem Erwerb der zwei Unternehmen standen sie unter Druck, schnell ein neues Marketingkonzept finden zu müssen und die Betriebe zu einer Markeneinheit zusammenzuführen. Die Namensänderung und die Übernahme der Firmen war laut Schöllmann für die Kunden und die Mitarbeiter eine neue Situation und wurde zunächst skeptisch betrachtet.

„Du bist dann natürlich der Neue, der gleich alles anders macht“, sagt Schimpf. „Das ist anstrengend.“

Konstanz ins

Sortiment gebracht

Zudem änderten die Beiden das Sortiment und übernahmen vorwiegend die Greller-Produkte. Das Bäckereiangebot mit Brot und Brötchen bleibt nun ganzjährig gleich, mit einigen wechselnden, saisonalen Produkten. Die Kuchensorten und Konditoreierzeugnisse ändern sich alle drei bis vier Wochen. Zudem befinden sich nur noch runde Kuchen und Torten im Angebot.

Das neue Konzept soll mehr Abwechslung in den kleinen Filialen bieten und komme gut an. Als Grund für den Kundenzuwachs in einigen Goldjunge-Bäckereien vermutet Schöllmann die modernere Ausstattung, die auch ein jüngeres Publikum anspreche sowie im neuen Sortiment.

Der Fuhrpark und die Frosterfläche in der Produktion sollen noch erweitert werden. „Wir haben definitiv einige Quadratmeter Produktionsfläche zu wenig“, sagt Schöllmann.

Die Erweiterungsmöglichkeiten seien aber durch die Grundstückslage im Gewerbegebiet begrenzt. Die Inhaber sind mit der Unternehmensentwicklung zufrieden und betrachten die Marktlage realistisch: „Wir müssen mutig nach vorne schauen“, sagt Schimpf. „Der Markt verändert sich.“

Zusammenschluss von Greller's Backhaus und Dorfbäckerei Karg zu
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