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Geprüfte Meisterqualität aus Bayern

Der Einsatz für mehr Qualität hat sich gelohnt. Grund zur Freude haben die Inhaber der mit dem „Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk“ ausgezeichneten zehn Betriebe, die sich gemeinsam mit LIM Heinrich Traublinger (links) und Landwirtsch+
Der Einsatz für mehr Qualität hat sich gelohnt. Grund zur Freude haben die Inhaber der mit dem „Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk“ ausgezeichneten zehn Betriebe, die sich gemeinsam mit LIM Heinrich Traublinger (links) und Landwirtsch

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Bayern

Verleihung der „Staatsehrenpreise für das bayerische Bäckerhandwerk 2006“

Zehn Bäckereien aus dem Freistaat sind von Landwirtschaftsminister Josef Miller in der Münchner Residenz mit dem „Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk 2006“ ausgezeichnet worden. Der Minister würdigte damit das große handwerkliche Können der Preisträger und das über fünf Jahre kontinuierlich hohe Qualitätsniveau ihres Sortiments. „Diesen Preis erhalten wirklich nur die Besten der Besten“, sagte Miller. Die handwerklichen Bäcker sind nach den Worten des Ministers Garanten für die einzigartige Brotqualität und Vielfalt, die es in keinem anderen Land der Erde gibt.

Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger dankte dem Minister für die Wertschätzung, der er dem Ernährungshandwerk des Freistaates entgegen bringt. Die Vergabe des Staatspreises für die Bäcker sei bundesweit einmalig. Der LIM begrüßte zudem, dass die bayerischen Bäcker gemeinsam mit den Metzgern im Ernährungs-Cluster vertreten sind, denn „die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist nicht nur ein Thema der Industrie, sondern auch des Handwerks.“ Kritik äußerte Traublinger anschließend am Auftritt der CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, Bonn): „Der Slogan ‚Gutes vom Bauern’“ klingt gut, aber hat jemand schon mal ein Weizenkorn gegessen?“ „Oder haben Sie schon einmal 100 g Butter ohne Brot gegessen?“ In die Werbung des CMA sollten deshalb nicht nur die Erzeuger, sondern auch die Verarbeiter wie Müller und Bäcker, Konditoren oder Metzger einbezogen werden. Traublinger: „Wir müssen versuchen, uns miteinander besser auf dem Markt zu präsentieren.“

Dass auch die Bauern davon profitieren könnten, dafür stünde das Nahrungsmittelhandwerk mit seiner Qualitätsarbeit. Aus seinen Reihen gebe es „keinen einzigen Lebensmittelskandal, weil hier Meister und Meisterrinnen an der Spitze stehen, die nicht nur Unternehmer, sondern auch Fachleute sind.“

Die Staatsehrenpreise wurden heuer bereits zum sechsten Mal vergeben. Die Bewerber mussten unter anderem die Prüfergebnisse aller von ihnen hergestellten Brotsorten aus den vergangenen fünf Jahren vorweisen und pro Jahr mindestens fünf Brotsorten eingereicht haben. Die Qualitätskriterien entsprechen denen der Brotprüfungen durch die Qualitätsberater des Zentralverbandes. Für den Wettbewerb hatten sich in diesem Jahr 109 bayerische Bäckereien qualifiziert, 100 erfüllten alle Kriterien. Sollten die Bewerbungen weiterhin zunehmen, was aufgrund der steigenden Teilnahmen an den jährlichen Brotprüfungen sowie der jetzt lückenlosen Datenerfassung der Ergebnisse durchaus möglich ist, müsste, so der Landesinnungsmeister, gegebenenfalls über eine Ausweitung der Preise nachgedacht werden. „Unser Ziel lautet hier: Jeder Betrieb, der an den Brotprüfungen teilnimmt, bewirbt sich automatisch um den Staatsehrenpreis.“

In Bayern nahmen 371 Betriebe im Jahr 2006 an den Brotprüfungen ihrer Innungen teil. Von den jetzt ausgezeichneten Bäckereien erhielten zwei den Staatsehrenpreis bereits zum zweiten Mal. Die Preisträger 2006 sind in Oberbayern die Bäckerei Böck aus Weßling (Lkr. Starnberg), das Backhaus Hackner aus Gaimersheim (Lkr. Eichstätt), die beiden Münchner Bäckereien Hoffmann und Stadler sowie die Bäckereien Krätz und Sieß aus Garmisch-Partenkirchen, in Niederbayern die Bäckerei Gebel aus Landshut, in Schwaben die Bäckerei Wolf aus Augsburg sowie in Unterfranken die Bäckereien Winkler aus Collenberg (Lkr. Miltenberg) und Schleyer aus Bad Kissingen.

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