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Gemeinsam für Qualität aus Bäckerhand

Vorstandsmitglieder der „Allgäuer Bäcker“ (von links): Hubert Wipper, Karl Standhartinger, Günther Landerer, Johann Baldauf, Erwin Weber, Thomas Baustetter und Karlheinz Härle. (Quelle: Verband/Brückner)+
Vorstandsmitglieder der „Allgäuer Bäcker“ (von links): Hubert Wipper, Karl Standhartinger, Günther Landerer, Johann Baldauf, Erwin Weber, Thomas Baustetter und Karlheinz Härle. (Quelle: Verband/Brückner)

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Betriebe aus dem Allgäu und der Tourismusverband haben sich zu einer Marke zusammengeschlossen, die das Handwerk stärken soll

Bayern Baden & Württemberg Kempten (abz). 24 Handwerksbäckereien aus dem haben sich zum Verein „Der Allgäuer Bäcker“ zusammengeschlossen. Handwerkliches Brotbacken sei, im wahrsten Sinn dieses Begriffs, eine ganz individuelle Tätigkeit.

Hier werde nicht mit Industrie-Teiglingen gearbeitet, sondern jeder Bäckermeister sei stolz auf seine individuellen Rezepturen. Nur so sei die Unvergleichbarkeit und Vielfalt unseres deutschen Brotsortiments entstanden.

Zusammenarbeit mit der

Tourismusgesellschaft

„Mit gutem Gewissen vorangehen, das ist unser Ziel. Denn insgesamt gibt es rund 150 handwerkliche Bäckereien im Allgäu, und wir hoffen natürlich, dass viele unseren Schritt mitgehen“, betont Erwin Weber, Vorsitzender des neu gegründeten Vereins und als Obermeister der Bäckerinnung Allgäu auch Initiator dieses Zusammenschlusses.

Als kompetenten Partner haben sich die Bäcker die Tourismus- und Standortvermarktungsgesellschaft Allgäu GmbH mit der „Allgäu“ ins Boot geholt. Gemeinsam wurden die Qualitätsmerkmale entwickelt und auch überprüft.

„Bäckerhand hält Brot“

als Markensymbol

Als Vermarktunginstrumente sollen der bekannte blaue Würfel der Gesellschaft und die Bildmarke „Bäckerhand hält Brot“ den Verkauf der Backwaren unterstützen. Als Markenpartner verwendet „Der Allgäuer Bäcker“ möglichst Betriebe aus dem Allgäu und der Umgebung.

Der Kriterienkatalog „Der Allgäuer Bäcker“ soll in eine sichere und nachhaltige Zukunft führen. Die Betriebe setzen auf Familienrezepte, traditierte Backweisen, hochwertige Zutaten und lange Teigreifezeiten. Die Backwaren stammen aus eigener handwerklicher Herstellung und werden täglich frisch gebacken. Jeder Bäcker verwendet betriebseigenen Sauerteig zur Säuerung von Roggenteigen.

Fortbildung

für die Fachkräfte

Der „Bäckerstolz“, wie es Vorstandsmitglied Karlheinz Härle bezeichnet, fördere auch durch Fort- und Weiterbildung die eigenen Fachkräfte. Dadurch sei gewährleistet, dass alle in den Fachgeschäften angebotenen Produkte in höchster Qualität selbst produziert werden.

Die Vereinsmitglieder haben sich zu einem kollegialen Umgang mit Mitarbeitern, Partnern, Lieferanten und vor allem den eigenen Auszubildenden verpflichtet. Dafür gibt es den „Allgäu-Tarif“.

20 Prozent mehr Lohn

für Auszubildende

Das bedeutet, dass Azubis teilweise über 20 Prozent mehr an Ausbildungsvergütung als beim bundesweit gültigen Tarif erhalten. Die „Allgäuer Bäcker“ bezahlen ihren Azubis ab 1. September im ersten Lehrjahr 650 Euro, im zweiten 780 Euro und im dritten Lehrjahr 900 Euro.

Vorsitzender Erwin Weber: „Wenn unsere Verkäuferinnen unsere hochwertigen Produkte den Kunden mit einem freundlichen Lächeln mitgeben, dann werden wir mit unserem, vielleicht etwas schmäleren, aber selbst gemachten Sortiment zum Vertrauensbäcker unserer Region.“

Christian Gabler, Markenmanager der Allgäu GmbH freut sich, das Bäckerhandwerk als Markenpartner gewonnen zu dürfen: „Die Bäcker geben dem Dorf oftmals einen Mittelpunkt, und der Tradition verleihen sie Geschmack. Als Handwerker sind sie für unsere Region ein wichtiger Bestandteil - auch als Arbeitgeber.“

Mitglieder aus

zwei Bundesländern

Die Standortregion „Der Allgäuer Bäcker“ umfasst die vier Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu und Lindau, die drei kreisfreien Städte Kempten, Memmingen und Kaufbeuren sowie das württembergische Allgäu mit den Städten und Gemeinden Argenbühl, Bad Wurzach, Isny, Kißlegg, Leutkirch, Waldburg, Wangen und Wolfegg.

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