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Gefahr durch 1-Euro-Jobs

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Bayern

In Privatwirtschaft gefährden sie Arbeitsplätze

Wenige Tage nach Inkrafttreten des Hartz IV-Gesetzes zeigt sich, dass die Schaffung so genannter 1-Euro-Jobs zum Streitthema wird. Kernpunkt ist der Einsatz entsprechender Kräfte in der Privatwirtschaft. Aus der Sicht des Bayerischen Handwerkstages (BHT) zeichnet sich hier eine gefährliche Tendenz ab.

Obwohl es ein Abkommen der Bundesagentur für Arbeit, der drei kommunalen Spitzenverbände und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks gibt, wonach „bei den Vermittlungsaktivitäten... die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt oberste Priorität haben“ muss, möchten mehrere Bundesländer über Hartz IV auch 1-Euro-Jobs in der Privatwirtschaft schaffen.

Das Handwerk in Bayern lehnt dies klar ab: „1-Euro-Jobs sind mit Sicherheit der falsche Weg, um den Arbeitsmarkt flexibler zu machen und die Anreize zur Arbeitsaufnahme zu erhöhen. Sie sind eine ernste Gefahr für reguläre Arbeitsplätze im Handwerk“, erklärte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages, Heinrich Traublinger.

Es könne nicht sein, dass die Handwerker über ihre Steuern und Abgaben die eigene unfaire Konkurrenz auch noch mit subventionierten.

Vergleichbare Erfahrungen bei den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, besonders in den neuen Ländern, und die Aussage von Bundeswirtschaftsminister Clement, wonach 600.000 der 1-Euro-Jobs geschaffen werden sollten, unterstreichen diese Befürchtungen. Zwar müssen diese Jobs laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ liegen und außerdem „zusätzlich“ sein.

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