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Emil Hees punktet mit Brotvielfalt

Der Bäckermeister mit seinem 4,5 Kilogramm schweren Schwarzwälder Laib, der in Hessen gut ankommt. (Quelle: Marconi)+
Der Bäckermeister mit seinem 4,5 Kilogramm schweren Schwarzwälder Laib, der in Hessen gut ankommt. (Quelle: Marconi)

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Bis zu 25 Sorten Brot hat der Bäcker- und Konditormeister aus Leidenschaft im Sortiment / Nachfolge noch unklar

von Carla Marconi

Hessen Königstein „Unvergleichbar gut sein“: Dieses Motto ist bei Emil Hees, Bäcker- und Konditormeister sowie Inhaber des Königsteiner Backparadieses Hees Programm. Und zwar seit 47 Jahren, seit Emil Hees den Betrieb von seinen Eltern übernommen hat. Die Bäckerei wurde 1750 gegründet und ist seitdem in Familienbesitz.

Immer noch Bäcker

trotz Mehlstauballergie

Um so lange am Markt zu bestehen, muss jeder „sein Hobby zum Beruf machen“, wie Emil Hees sagt. Das sei zumindest bei ihm der Fall gewesen. „Ich war mit meinem ersten Atemzug Bäcker. Und bin bis heute noch mit viel Leidenschaft und Herzblut dabei“, erzählt der 62-Jährige.

Von seinem Beruf hat er sich auch nicht durch eine Mehlstauballergie abbringen lassen, die jedoch nicht besonders stark ausgeprägt ist.

Nachfolge nicht gesichert -

Angebote von Ketten abgelehnt

Anders bei seinem Sohn: „Er hat zwar seine Ausbildung in unserer Bäckerei gemacht, aber er kann aufgrund seiner Allergie nicht als Bäcker arbeiten“, bedauert Hees. Dadurch sei auch seine Nachfolge nicht gesichert.

Er habe zwar bereits Angebote von Ketten bekommen, jedoch sei das für ihn keine Option. „Mir liegt es sehr am Herzen, dass der Betrieb wie gewohnt weitergeführt wird.“

Das heißt konkret: „Wir verwenden keine Fertigprodukte, wiegen unsere Körner noch ab, backen mit Natursauerteig.“ Das sei Qualität, die der Kunde auch schmecke und schätze. Wichtig sei zudem der Bezug zur Region und dass die Bäckerei immer wieder Neues anbiete.

Beispielsweise der Königsteiner Pflasterstein, ein Dinkel-Körner-Mischbrot, das rechteckig gebacken ist und so einem Pflasterstein ähnelt. 2007 hat er das Burgfestbrot kreiert. „Anlass war, dass meine Nichte in dem Jahr Burgfräulein wurde. Also kam mir die Idee zu diesem Brot“, erinnert sich der 62-Jährige.

Geschmückt wird das Dinkel-Roggen-Körnerbrot von einer jährlich wechselnden Banderole, auf der das aktuelle Burgfräulein abgebildet ist.

Der Schwarzwälder Bauernlaib

ist im Taunus beliebt

Neben einheimischen Spezialitäten führt Hees auch Brote aus anderen Regionen wie beispielsweise den Schwarzwälder Bauernlaib. Das Rezept hat er von einem Bäckerkollegen aus dem Schwarzwald. Mittlerweile sei das kräftige Brot zu einem beliebten Artikel im hessischen Taunus geworden.

Auch saisonale Brote wie das Oktoberfestbrot, das mit Bier gebacken wird, das Mamolshainer Kastanienbrot oder das französische Sommerbrot mit Oliven und Kräutern seien bei seinen Kunden sehr beliebt.

Emil Hees bietet seinen

Kunden Sortenvielfalt


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  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

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