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Die erfolgreichen Absolventen des M163 mit Lehrern und Vertretern des Bäckerhandwerks.+Weitere Fotos (2)
Die erfolgreichen Absolventen des M163 mit Lehrern und Vertretern des Bäckerhandwerks.

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Bayern

Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks in Lochham: 22 erfolgreiche Kandidaten machen Betriebswirt (BdH)

An der Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks in Lochham wurden kürzlich 22 Jungmeister und eine Bäckermeisterinnen freigesprochen. Alle Teilnehmer des Meisterkurses M163 wollen ihre Ausbildung jetzt an der Handwerkskammer für München und Oberbayern mit dem Betriebswirt des Handwerks (BdH) abschließen.

Lediglich ein Kursteilnehmer hatte die theoretische Prüfung nicht bestanden, kann sie aber wiederholen, ein weiterer tritt aufgrund eines Beinbruchs später zur praktische Prüfung an. Die Durchschnittsnote aller Absolventen lag bei 2,71. Kursbester wurde Georg Schneider mit einem Notendurchschnitt von 1,25 gefolgt von Georg Liepert aus Wortelstetten. Schneider (25) will nach dem BdH in den elterlichen Betrieb einsteigen und plant, den Konditormeister zu machen. Die Bäckerei in Augsburg, seit 30 Jahren auch im Vollwertbereich erfolgreich, beschäftigt zurzeit 65 Mitarbeiter, betreibt acht Verkaufsstellen in Augsburg Stadt und Land, und beliefert namhafte Reformhäuser und Bioläden.

Schulleiter Heinrich Bergmann bezeichnete den M163 als „zielstrebigen Kurs, bei dem die Starken die Schwächeren mitgezogen haben“. Er bestätigte den Absolventen eine hohe fachliche und soziale Kompetenz: „Es hat Spaß gemacht, mit Ihnen den Weg zur Meisterprüfung zu gehen“. Den Jungmeistern wünschte er, dass sie sich die Freude am Beruf erhalten und als Ausbilder in ihren Betrieben an den Nachwuchs weitergeben.

Das bayerische Bäckerhandwerks will mit der Nachwuchskampagne „Au Backe - … Zukunft?!“ den Beruf des Bäckers attraktiver machen. Damit das funktioniert, müssen die Ausbildungsbetriebe mitziehen. Doch oft sei das Niveau im Betrieb so niedrig, dass die Lehrlinge viel zu wenig lernen. Wenn nur noch Convenience eingesetzt und Industrieware aufgebacken wird, bleibt die Motivation auf der Strecke. Meister in Lochham haben mehr gelernt. „Trauen Sie sich mehr zu!“, gab Bergmann den frischgebackenen Handwerksmeister deshalb mit auf den Weg.

Den Wert des Meisters hob auch Festredner Manfred Gebel, stellv. bayerischer Landesinnungsmeister, hervor. Es gebe nur eine Strategie, die das Überleben des Bäckerhandwerks auf lange Sicht gewährleisten kann: „Was wir brauchen, ist Qualität, Qualität und noch einmal Qualität sowie die Rückbesinnung auf das alte handwerkliche Können.“ Die Grundlagen für dieses Können werden in der Aus- und Weiterbildung gelegt: „Wo Bäckermeister draufsteht, muss auch Bäckermeister drin sein“ – in diesem Sinne könne man sich auf die in Lochham ausgebildeten zukünftigen Unternehmer des Bäckerhandwerks verlassen.

Der stellv. Landesinnungsmeister gratulierte den Absolventen zu ihrem Erfolg und dankte LIM Heinrich Traublinger für dessen Einsatz für das bayerische Handwerk. Die Jungmeister ermutigte er, sich sowohl im Handwerk als auch in der Gesellschaft zu engagieren. Nur so könnten sie ihre Zukunft aktiv gestalten. Anton Hermann, stellv. Prüfungsvorsitzender, verwies darauf, dass sie mit der jetzigen Qualifikation ihre berufliche Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen haben. Nur die ständige Auseinandersetzung mit dem Beruf und die stetige Verbesserung der eigenen Arbeit führt zur wahren Meisterschaft. Hermann forderte die Absolventen auf, sich immer an dem Besten zu orientieren und „zu kopieren, was das Zeug hält“. Sie sollten sich die Japaner zum Vorbild nehmen, die so lange kopiert hätten, bis sie manche Wirtschaftsmacht überholten.

Damit die zukünftigen Unternehmer im Bäckerhandwerk das nötige Rüstzeug erhalten, arbeiten in Lochham drei festangestellte Fachlehrer sowie 17 externe Referenten, darunter Juristen, Pädagogen, Betriebswirte, Steuerfachleute und Volkswirte, die alle über ein bestimmtes Spezialwissen verfügen und ein hohes Qualitätsniveau in der Lehre garantieren. Die ehrenamtlichen Prüfer, im praktischen Teil unter Vorsitz von Bäckermeister Georg Brücklmaier achten darauf, dass der Unterricht modernen Anforderungen im Bäckerhandwerk entspricht.

Kurssprecher Georg Schneider und sein Stellvertreter Daniel Frank dankten den Lehrern für ihren Einsatz. Insgesamt bewerteten die Schüler das Kolloquium mit der Durchschnittsnote 1,6. Der Kurs sei während der Ausbildungszeit immer enger zusammengewachsen, woran auch die gute Betreuung durch das neue Hausmeisterpaar ihren Teil beitrug.

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