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Ein positives Signal gesetzt


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Niedersachsen

Interview zum Verbleib der Innung Vechta im Verband

Vechta (pu). Im vergangenen Herbst stellten die Mitglieder der Bäckerinnung Vechta unter der Leitung ihres rührigen Obermeisters Norbert Grießhop Überlegungen an, allein aus finanziellen Gründen den Bäckerinnungsverband Niedersachsen/Bremen zu verlassen.

Diese Absicht revidierte die Innung im Mai 2007. Einstimmig beschloss sie bei einer Enthaltung den Verbleib im BIV im Interesse des engen Zusammenhaltes der Branche. Damit setzten sie offensichtlich das richtige Signal. In unserem Gespräch mit Obermeister Grießhop beantwortete dieser die Fragen unseres hannoverschen Korrespondenten:

ABZ: War die finanzielle Situation der Innung Vechta so dramatisch, dass Ihre Mitglieder an einen Austritt aus dem Bäckerinnungsverband Niedersachsen/Bremen dachten?

Norbert Grießhop: Wir hatten schon in den beiden letzten Jahren von den Reserven gelebt. Eine drastische Beitragserhöhung schien unerlässlich. Da suchten wir nach einem Einsparpotenzial.

ABZ: Landesinnungsmeister Klaus Borchers und seine Verbandsgeschäftsführerin Bettina Emmerich-Jüttner informierten ihre Mitglieder auf der Herbstversammlung 2006 über die beträchtlichen Leistungen der bäckerhandwerklichen Berufsorganisation. Dazu gehörten in erster Linie die Einflussnahme und Lobbyarbeit bei Gesetzen und Verordnungen. Diese sind deutlich erkennbar bei der Verpackungsverordnung, der Deklaration von losen Backwaren, der Kennzeichnung von Zusatzstoffen und der Entwicklung der Verbraucherinformationen. Hat dies ihre Mitglieder überzeugt?

Norbert Grießhop: Ja, meine Kollegen konnten einmal ihre Wünsche an die Organisation darlegen. Sie erwarten mehr Informationen über staatliche Zuschüsse bei der Einstellung von Mitarbeitern.

ABZ: Wie sah das Abstimmungsergebnis für den Verbleib im Bäckerinnungsverband Niedersachsen/Bremen aus?

Norbert Grießhop: Die Mitglieder haben sich offensichtlich von der großen Bedeutung einer gemeinsamen starken Interessenvertretung überzeugt und bei einer Enthaltung für den Verbleib im Bäckerinnungsverband votiert. Sie beschlossen die erforderliche Anhebung des Beitrages, um die Arbeit der Bäckerinnung Vechta mit ihren sechsundzwanzig bestehenden Mitgliedsbetrieben erfolgreich fortzusetzen. In der engen Zusammenarbeit sehen wir die einzige Chance zu Überleben, wenn auch die früher beschworene Kollegialität leider abnahm.

Fazit: Geschäftsführerin Bettina Emmerich-Jüttner: „Ich bin hocherfreut über die weitsichtige Entscheidung der Bäckerinnung Vechta. Gerne nehme ich die Aufgabe wahr, unsere Serviceleistungen weiter auszubauen und den Betrieben noch mehr Informationen über die Möglichkeit der Ausschöpfung von Fördermitteln zu geben.“

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