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Ein kleines Stück Frankreich für Köln

Das Innendesign der Läden wurde in Kooperation mit der RWTH Aachen entwickelt. (Quelle: Unternehmen/Dresen)+Zur Fotostrecke
Das Innendesign der Läden wurde in Kooperation mit der RWTH Aachen entwickelt. (Quelle: Unternehmen/Dresen)

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In der Épi Boulangerie versorgen der Chef Heinz-Peter Otten und sein Team Kunden mit französischen Spezialitäten

Von Daniel Dresen

Nordrhein-Westfalen Köln Der Geschäftsname ist Programm: Wer bei Épi (französisch: Ähre) Lust auf die klassischen Verkaufsschlager Berliner, oder Weizenbrötchen hat, sucht in den Magasins von Bäckermeister Heinz-Peter Otten vergeblich. Seine acht Geschäfte in den Großstädten , Düsseldorf, Münster und Bonn bieten neben Baguettes aus Pariser Mehl herzhafte Tartines, süße Macarons und Tartelettes.

„Heutzutage ist es wichtig, dass man unvergleichbar ist, sei es beim Produkt oder bei den Zutaten, die verwendet werden. Unvergleichbarkeit ist das, was die Leute schätzen. Die Kunden sind bereit, für ein besonderes Lebensmittel ein bisschen mehr Geld auszugeben. Schließlich wollen nicht alle die uniforme Ware“, sagt der Geschäftsführer der Épi Boulangerie.

Konkurrenzkämpfen geht Otten nicht aus dem Weg: „Dort, wo bereits zehn Bäcker sind, müssen wir einen Laden einrichten: Da wird nämlich Brot gegessen.“

In der Épi Boulangerie

kaufen Impulskunden ein

Standorte mit einer hohen Frequenz seien das „A und O“. Otten: „Wir leben nicht von dem Bedarfskunden, der sechs Kinder hat und sagt: ‚Ich brauche Brot.‘ Wir haben Impulskunden. Das ist unser Aufhänger: Wir locken die Menschen über die Ware oder ein schönes Schaufenster herein.“

Für den Ladenbau holte sich Otten Unterstützung von Architekten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. „Ich wollte keinen Ladenentwurf aus einer Architektenschublade. Ich wollte etwas Besonderes. Die Leute, die bei uns einkaufen, haben auch nicht unbedingt Ikea-Möbel zu Hause“, sagt Otten.

Seiner qualitätsbewussten Kunden ist sich der Geschäftsführer bewusst. „Ich würde eine Wette darauf abschließen, dass unser Konzept in Hamburg, in München oder in Berlin unheimlich erfolgreich wäre. Dafür würden wir einen vernünftigen Partner benötigen.“

Bevor Épi allerdings über die nordrhein-westfälischen Landesgrenzen expandiert, sollen im Zuge des Franchising zwei bis drei bestehende Filialen im Laufe des Jahres an Franchisenehmer übergeben werden.

Otten überlegt sich sehr gut, wen er als Geschäftspartner an Land zieht: „Ich arbeite personenbezogen und kann mir aussuchen mit wem ich Geschäfte mache. Unser Thema im Unternehmen ist, miteinander Probleme zu lösen.“

„Personal mit Überzeugung

zu finden, führt zum Erfolg“

Über seine Mitarbeiter und Partner sagt Otten: „Unser Erfolg ist es, Leute zu finden, die ihre Sache mit Überzeugung machen und mit Leidenschaft hinter dem Produkt stehen.“

Die wichtigste Erkenntnis: „Ich muss nicht jedes Produkt selbst machen. Sobald ich jemanden finde, der etwas besser kann als ich, kaufe ich es. Für mich ist es wichtig, dass am Ende der Kunde das beste Produkt bekommt.“

Ein Sommelier half

beim Kaffee-Konzept

Der im Épi angebotene Kaffee wurde mit einem Kaffee-Sommelier zusammen entwickelt. Die Bohnen werden biologisch angebaut, fair gehandelt und in kleinen Mengen von Hand trommelgeröstet.

Bei Spirituosen sieht Otten Umsatzmöglichkeiten: Er plant Mixgetränke aus Champagner und Tee auf die Karte zu setzen. Ein weiteres Projekt sei der Ausbau des Außer-Haus-Verzehrs.

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